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Bertelsmann Napster: Ein Sargnagel Middelhoffs wird mit 97% Miesen beerdigt
BOO Bertelsmann von Tomahawk

05:54 Donnerstag, 09. Januar 2003

Das Ende einer NE-Schmierenkomödie:
Man kauft für $95 Mio., legt an Beratungs-, Anwaltskosten und Manpower nochmal ein Drittel drauf, fängt sich eine blutige Nase nach der anderen ein, macht einen weltweit agierenden Medienkonzern zum nicht minder global belächelten Deppen.
Man feuert (freilich nicht nur deswegen) den federführenden Internet-Freak des Hauses, lässt etwas Gras in die Landschaft wachsen und freut sich über einen Verlust von mindestens 97%:

"Die Bertelsmann AG, Gütersloh, hat das Kapitel Napster geschlossen. Man sei mit dem in den USA erzielten Vergleich sehr zufrieden, sagte Gerd Koslowski, Sprecher der DirectGroup-Bertelsmann, am Mittwoch. Dem Vergleich zufolge erhält Bertelsmann rund drei Mio USD des Erlöses von 6,3 Mio USD, der mit dem Napster-Verkauf erzielt wurde. Weitere zwei Mio USD des Verkaufserlöses würden für die Kosten des Konkursverfahrens eingesetzt. Die restlichen 1,3 Mio USD gingen an ungesicherte Kreditgeber wie Investoren und Geschäftspartner.

Bertelsmann hatte während des Napster-Insolvenzverfahrens drei Mio USD zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes von Napster aufgewandt. Zuvor hatte Bertelsmann rund 95 Mio USD in die Internet-Tauschbörse investiert. Außerdem beinhalte der Vergleich, dass Napster-Gläubiger keine Ansprüche mehr gegen Bertelsmann stellen könnten, sagte der Sprecher. Davon ausgenommen seien allerdings mögliche Klagen von Musikunternehmen wegen des Vorwurfs der Copyright-Verletzung."

Und die Kollegen aus der Musikindustrie, eh schon klamm und ratlos genug, *werden* klagen.





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