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Pixelpark Pixelpark Richter: Bertelsmanns Auftragskiller.
INSIDER Pixelpark von HeteroFerengi

12:01 Sonntag, 22. Dezember 2002

Hat Prof. Richter mit dem Bertelsmann-Oberfuzzi Thielen bereits im
gemeinsamen Urlaub diesen Deal geplant?

Richter kündigt elf Monate lang ein Sanierungskonzept an, ohne das irgendetwas passiert ist.
Ausser Hass-Tiraden auf die "Bertelsmann-Mafia" und Selbstlob hat er nichts von sich hören lassen.

Erst mit seinem Rücktritt schien der Weg frei für die Sanierung. Seine Rückkehr als Vorstand (Vielleicht, weil er beim Süddeutschen Verlag nicht reingekommen ist? Die wollten offensichtlich so ein Kuckucksei wohl auch nicht.) ist meiner Meinung nach der Todesstoß für Pixelpark.

Seine erste Amtshandlung war ja dann auch die Aussetzung des bereits abgesegneten Sanierungskonzepts von Roland Berger. Muß Pixelpark wegen einer Richter'schen Eitelkeit dran glauben?

Tolle Weihnachtsnachricht für alle Mitarbeiter: Paulus Neefs Bemühungen, sein Unternehmen zu retten, sind jetzt wohl für die Katz.


P.S.: Als Ersatz für Roland Berger will Richter jetzt die Asset Stripper Droege aus Düsseldorf reinholen. Deren Beratungsergebnisse schließen ja komischerweise oft mit ein, das anschließend wesentliche Teile des Unternehmens ihnen gehören.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Bingo (solipsist)
Passt doch alles zusammen:

Droege war Kaufinteressent. Droege ist in Düsseldorf, da passt die Verlegung der Zentrale nach Köln. Und Bertelsmann lässt offiziell (!) verlauten, für das 40%-Paket seien bereits Käufer gefunden, die Verhandlungen aber noch nicht abgeschlossen.

Beratung gegen Beteiligung?



Und dass ein Ex-Vorstandschef des Axel-Springer-Verlages erst den AR-Vorsitz "aus persönlichen Gründen" abgibt, um sich danach zu überlegen, dass er Vorstand einer 50-Mann-Butze werden will, ist wohl auch eher unwahrscheinlich. Vielleicht wartet da am Ende der Geschichte ein Bonbon für Prof. Richter in der Bertelsmann-Chefetage oder er wird Chef der Droege New Media...

Man muss auf die 40% ja nur das verpfändete Aktienpaket von Paulus Neef draufpacken und schwupps gibts nen neuen Mehrheitsgesellschafter.



Wenn man an einen Plan glauben will, könnte man sogar auf die Idee kommen, dass man die Interna des ZLU-Deals zum richtigen Zeitpunkt auf DCT postet, um danach eine zwangsläufig notwendige Untersuchung durch den Aufsichtsrat einzuleiten, die genauso zwangsläufig mit der Abberufung von Paulus Neef enden muss.
Re: Bingo (Lanu)
Ich mag es nicht, wenn dct missbraucht wird.
Re: Bingo (schwachkopp)
ach - die welt wär schon netter, nähme man sich selbst nicht immer so wichtig ....



der aufsichtsrat hatte sich natürlich schon *VOR* veröffentlichung der ZLU-geschichte hier bei DCT mit eben jener befasst.....


Missbrauch ist es nicht (DonAlphonso)
Klingonenschwuchtel hat die Story am 7. geschrieben; da kochte das bei PP gerade erst richtig hoch.



Die Süddeutsche Zeitung hat das bei DCT kopiert und mit der nötigen Recherche erst am 13.12. fertig gehabt. Danach musste der Aufsichtsrat sofort handeln und Neef feuern.



Insofern ist der ZLU-Boo sowas wie der absolute Overkill und m.E. einfach der beste Boo aller Zeiten. Der Fangschuss für Paulus.
Re: Missbrauch ist es nicht -- KS am 09.12. (Tomahawk)
A wengerl a Korrektur, Don, für rückblätternde Interessenten -- damit sie diesen begnadeten Boo auch finden: Es möchert ja sein, dass KS ihn schon am 7. Dezember geschrieben hat; gepostet hat er ihn aber am 09.12.02.
Re: Missbrauch ist es nicht -- KS am 09.12. (DonAlphonso)
Vollkommen richtig, aber es geht nicht um den Veröffentlichungstermin, sondern um den Zeitpunkt, da KS die Informationen hatte. Und da sollte sich der Aufsichtsrat mal am Kopf kratzen...
Re: Bingo (Lanu)
ok, ich kann auch so mit dem Ergbnis leben.
Re: Bingo (solipsist)
Ich tu es aber:

Spar AG, morgen Aufsichtsrat, Insolvent?
HeteroFerengi-Boo und Droege-Boo (Klingonenschwuchtel)
Troll HeteroFerengi auf Kuscheltour lädt neben DCT auch auf heise.de seine Neef-Liebeshymnen ab – zahlt Paulus? Der ist jetzt ja off-line und wird eine Weile brauchen, bis Bobbele ihm erklärt hat, wie man drin ist. Oder bist Du etwa schon wieder der ungekündigte Kalaschnik? Ungekündigt bist Du in jedem Fall, sonst würde Dir nicht der Arsch brennen, daß Du so einen Insider produzierst.



Also, Hetero, Bertelsmann hat doch dementiert: "Mit der Berufung Richters zum neuen Vorstandschef entzieht der Pixelpark-Mehrheitsaktionär Bertelsmann Neef das Vertrauen. Oliver Herrgesell, Sprecher von Bertelsmann, dementierte jedoch jeglichen Einfluss des Konzerns auf das Votum des Aufsichtsrats, Neef abzulösen: "Das ist eine Entscheidung des Aufsichtsrats von Pixelpark, Bertelsmann war in den Prozess nicht eingebunden", sagte Herrgesell gegenüber manager-magazin.de."



Ok, kann man glauben, muss man aber nicht. Hetero hat sicher recht, daß kein Pixel glauben sollte, daß mit dem Off-liner und Herrenreiter JR zwangsläufig alles besser würde. > Ziel sei es, durch «deutliche Senkung und Flexibilisierung von Ressourcen» das Kerngeschäft von pixelpark profitabel zu gestalten.< Na, dann marschieren wir mal flexibel zum Arbeitsamt, hoffentlich der Ex-Prakti Wiedfeld zuerst, dann kann er statt einem MBO eine Ich-AG gründen, wie dieses überflüssigste Asset, das Pixelpark je besessen hat, seines Zeichens Personalmanager (auch ein Kandidat für die Ferengi-Flasche, er wüsste dann schon selbst, warum sein Nick so delikat gewählt ist). Nach der holprigen Pixel-Karrierekurve dieser Type müsste man das Peter-Prinzip in Jerome-Prinzip umbenennen, auf jeden Fall qualifizieren ihn seine Jobtitel für eine lobende Erwähnung bei Harald Schmidt.



Abgesehen davon, Hetero, PN ist und bleibt ein Schönwetterkapitän, der weder kritikfähig ist noch ein Schiff in schwerer See zu steuern vermag.

Und, Hetero, rede mal nicht zu laut über die Roland-Berger-Seilschaft innerhalb Pixelparks und ihr exorbitant bezahltes Sanierungskonzept, da ziehen sonst auch noch dunkle Wolken auf.

_______________



Kommen wir zum Droege-Boo.



Mit Droege und Comp. kommen die Pixels aber sicher vom Regen in die Traufe, da hat Hetero recht, denn: egal, wo man bei und um Pixelpark herum reinsticht, es ist immer Seilschaft drin. Die haben aber dickere Eier als PN. Ob das JR anficht?



http://www.manager-magazin.de/unternehmen/beratertest/0,2828,147140,00.html

28.07.2001

Erst zwölf Jahre gibt es die Droege Unternehmerberatung, und schon ist sie unter den Top Ten. Warum? Firmenchef Walter Droege (47) sagt: "Meine Beratungsidee ist die Umsetzung." (Ahh, tatsächlich, ein Satz mit 5 Worten und gleich ein Bullshit-Bingo-Punkt, Berater-Nullsprech vom besten - KS) Keine dicken Studien produzieren, sondern Ergebnisverbesserungen im Unternehmen.



Außenstehende dagegen sagen: Droege bildet eine Seilschaft mit WestLB-Chef Friedel Neuber, der ihn häufig als Berater reinboxe.



Wenn es um Aufträge geht, ist der Aufsteiger nicht gerade zimperlich. Beispiel Madaus: Beim Kölner Pharmaunternehmen empfahl deren Aufsichtsrat Herbert Jacobi (66) den Berater Droege. Bedenklich: Jacobi ist auch AR-Vorsitzender bei der Droege & Comp. AG. Schimpft ein Konkurrent: "Das ist unseriös."



Der wichtigste Mann unter den Beratern bei Droege ist Axel Eckhardt (49), der früher bei McKinsey war und 1992 mit eigenem Geld bei der ostdeutschen Elpro einstieg. Die Firma bekam später massive Probleme, die Eckhardt heute noch belasten. Er sitzt auf einem hohen Schuldenberg, den er bei Droege abarbeiten muss.



Ein Ergebnis der WestLB-Seilschaft ist z.B. folgendes: Die Balli-Holding hat den erst im vergangenen Jahr von Eon erworbenen 94,5-Prozent-Anteil am Werkstoffhändler Klöckner & Co. (KlöCo - übrigens nicht mit der Klöckner-Werke AG zu verwechseln, KS) Ende März bei der Düsseldorfer Beratungs-Gesellschaft eingebracht. Walter Droege zog in der Folge in den KlöCo-Aufsichtsrat ein (ist jetzt sogar AR-Vorsitzender, KS).



O-Ton Geschäftsbericht 2001: Mitte Marz 2002 wurden 94,5% der Anteile der Klöckner & Co AG in die Treuhandschaft der Droege & Comp. Internationale Unternehmer-Beratung eingebracht. Die WestLB, die 5,5% der Gesellschaft hält, sprach der Treuhanderin ihre Unterstützung aus.



Gleichzeitig gabs auch noch ein fettes Beratungsmandat dazu (wieder der G-Bericht): "Der neue Vorstand wird durch die Unternehmensberatung Droege & Comp. AG bei der Realisierung von Effizienz-, Liquiditats- und Wertsteigerungspotentialen im Projekt FOCUS unterstützt."



Mit der WestLB wollen wir gar nicht erst anfangen, Friedel Neuber und sein Laden haben mehr Dreck am Stecken als Michael Corleone.



Mehr zu der Balli-Klöckner-Geschichte gibt es hier: http://www.ftd.de/ub/in/1036349135641.html?nv=wn



______________________



Ein Artikel der Süddeutschen vom 13. November 2002, der die meisten der von meinem Antipoden aufgestellten Behauptungen in Frage stellt, folgt noch als Goodie:



Knall auf Fall



Geht Pixelpark-Sanierer Richter wegen Bertels-Mann Luther?



Siegfried Luther gehört wie Vorstandschef Gunter Thielen bei der Bertelsmann AG zuden Auserwählten, die auch nach der eigentlich gültigen Altersgrenze von 60 im Vorstand bleiben dürfen. Der Nachfahre des Reformators darf nach Erreichen des Ehrentages am 5. August 2004 einige Monate weiter im Top-Management des Medienriesen arbeiten.

Der Mann hat Macht, und so ist es von Bedeutung, dass am Montag Paulus Neef nach Ostwestfalen reiste, der Gründer und Vorstandschef des Internet- Dienstleisters Pixelpark. Die börsennotierte AG aus Berlin galt den Bertelsmännern in der Anfangszeit des inzwischen abgelösten Konzernlenkers Thomas Middelhoff als Vorzeigefirma der Neuen Ökonomie. Seit einiger Zeit aber macht Pixelpark Verluste (2001: minus 86 Millionen Euro), was den 60-Prozent- Eigentümer Bertelsmann betrübt: Die Gütersloher mussten auf 40 Millionen Euro verzichten.



Neef war in Gütersloh

Nach Informationen aus dem Konzern soll Finanzchef Luther den Pixelpark-Chef bereits vergangene Woche zu harten Maßnahmen gedrängt haben. In der Welt der Gütersloher, die von Pixelpark wohl nichts mehr wissen wollen, sind alle Optionen denkbar. Das dritte Quartal hatte bereits einen Umsatzrückgangum 30 Prozent erbracht - mit einem vermutlich zweistelligen Millionenverlust. Die liquiden Mittel von Pixelpark beliefen sich per 30. Juni auf 16 Millionen Euro.

Luthers Vorstoß ist angeblich auch dem noch als Aufsichtsratschef amtierenden Jürgen Richter schnell zu Ohren gekommen - was dieser als Faux-pas interpretiert haben soll. Richter, der wie Bertelsmann die Spekulationen auf Anfrage nicht kommentieren möchte, habe die Umgehung offizieller Wege durch den Finanzchef nicht mittragen wollen und deshalb Knall auf Fall angekündigt, den Kontrolljob bei Pixelpark niederzulegen.

Offiziell waren „persönliche Gründe“ für die Demission des früheren Vorstandschefs des Axel Springer Verlags angeführt worden - eine Schutzbehauptung? Jedenfalls hatte sich Richter, 61, in letzter Zeit im Zusammenspiel mit Pixelpark-Gründer Neef um die Sanierung und Rettung der angeschlagenen Firma bemüht. Dabei war der 42-jährige einstige Börsenstar wie geläutert erschienen. Einige Verkaufsgespräche, etwa mit der Beratungsfirma Droege & Comp, zerschlugen sich allerdings - gut möglich, dass die große Mutter nun die Geduld verliert.

Jetzt kümmert sich der Finanzvorstand Luther eben persönlich um den Fall; bei dem montäglichen Arbeitsbesuch von Neef soll auch Thielen kurz vorbei geschaut haben. Der Besucher habe die finanzielle Lage dargestellt und erläutert, dass alle Rechnungen bezahlt werden können; Bertelsmann aber will wissen, wie es weitergeht. Am Dienstag, 24 Stunden später, informierte der Pixelpark-Chef seine Mitarbeiter in einer Notiz über die Ereignisse – man sei dran, mit allen Kräften den Bestand der Firma zu retten.

Passend zu den Gütersloher Durchgreif-Aktionen brachte am Dienstag die Börsen-Zeitung einen Bericht, wonach „angesichts der äußerst knappen Liquidität“ ein Überleben des Gesamtkonzerns Pixelpark „unwahrscheinlich“ sei. Die dort geschilderte Dramaturgie ähnelt sehr Planspielen aus Luthers Umgebung: Entweder schnell die Zahl von 500 Mitarbeitern abbauen oder aber Einzelfirmen scheibchenweise verkaufen; für die erfolgreiche Kölner Dependance interessiert sich angeblich die Antwerpes AG. „Der unverkäufliche Rest dürfte ein Fall für den Insolvenzverwalter werden“, glauben die Börsenjournalisten. Pixelpark-Sprecherin Sabine Klisch mag derzeit nichts zur Finanzlage sagen.

Aufsichtsratschef Richter aber sieht offenbar Chancen, eine Zerschlagung zu verhindern, wie es im Umfeld von Pixelpark heißt. "Auf reduziertem Niveau und mit seinem professionellen Management hat Pixelpark gute Chancen", verkündete er vor Monaten. Die unterschiedlichen Konzepte seien der Grund, warum der Manager erst zum 30.November sein Amt aufgibt. Auch bei Lycos Europe scheidet der Ex-Springer-Chef aus - dort hatte er gut mit Vorstandschef Christoph Mohn kooperiert, einem Sohn von Bertelsmann-Patron Reinhard Mohn.





KS





PS: Solipsist, Verschwörungstheorien sind gezielte Desinformation.


Re: HeteroFerengi-Boo und Droege-Boo (solipsist)
Die Verschwörungstheorie nehme ich nach diesem Beitrag zurück, sie war eh nur ein theoretisches und provokatives Konstrukt.



Damit sieht es so aus, als hätte Dein Beitrag am 9.12. den Bertelsleuten die Munition geliefert, Neef abzuberufen und Richter zu bestellen.



Zwei Dinge daran sind allerdings bemerkenswert:



1. kann mir keiner erzählen, die Bertels seien in Bezug auf ZLU unschuldig. So ein Geschäft ist sicher zustimmungspflichtig im Aufsichtsrat und der hats entweder gewusst oder seine Sorgfaltspflichten verletzt.



2. Hüllt sich PN bisher in Schweigen. Nicht mal ein Dementi. Das spricht dafür, dass bisher nur die obere Hälfte des Zocker-Eisbergs sichtbar ist. Es bleibt spannend.




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