Prof. Richter nennt "persoenliche Gruende". Nachdem er Ende Juli bei Bertelsmann ausgeschieden ist, darf man annehmen, dass er die Notbremse fuer sich gezogen hat. Warum sonst haelt er nicht wenigstens bis Ende des Geschäftsjahres durch, 30 Tage mehr?
Und es möge doch niemand bei Bertelsmann erzählen, dass der Rücktritt überraschend kommt. Ein alter Soldat tritt nicht von heute auf morgen ohne Vorwarnung ab.
Hat Bertelsmann seit Juli keinen Nachfolger gefunden? Traut sich niemand, weil die Strategie und das "Committment" nicht klar sind? Kopflosigkeit bei Bertelsmann, weil sich kein Käufer findet?
Wir sind gespannt auf den Nachfolger. Kleiner Trost fuer ihn: Bisher hat noch kein deutsches Gericht nach dem Crash den Aufsichtsrat belangt, soweit ich weiss.
Und nochmal: ich wette ein halbes Haehnchen, dass nicht - wie Antwerpes sagt - Bertelsmann den Laden "gegen die Wand fährt." Wenn man die MA-Zahl halbiert, vor allem im Overhead reduziert, ist PP kein Cashburner mehr. Das kostet ein paar Mark, ist aber besser als die Schlagzeile "PP insolvent - Muttergesellschaft Bertelsmann schiesst nicht nach - Tausende von Kleinaktionären geschädigt"
Bei der Gelegenheit koennte man dann ja die ganze Geschichte aufrollen. Dazu gehört, in welcher Lage und zu welchen Konditionen Bertelsmann ursprünglich eingestiegen ist...
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