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06:07 Donnerstag, 07. November 2002
Zugunsten der Bayern, so weh mir das auch in der Wade tut. Zumindest was die Qualität der inzwischen abgewrackten Businessplan-Wettbewerbe und deren Protagonisten angeht. Hab ich also noch 'ne Chance am nächsten Samstag, dass die Dortmunder Lederkugel-Fetischisten das wieder gradebiegen. Während sich die auf höchstem Niveau lügenden Münchener Perlenhemden-Träger in überteuerten ehemaligen Frisör-Läden und Fleischereien wenigstens der Illusion des Savoir Vivre hingeben können, müssen Dortmunder StartUp-Nichtsnutze weiter an der Uni in Fertigbau-Barracken und Asbest-Ruinen dahinvegetieren. Nur weil sie als letztjährige Sieger des start2grow-Wettbewerbs die Zähne nicht auseinander bekamen.
Die Sieger-Bude hiess aamics (schnell geändert in miaamics, weil es geht nichts über eine eingängige Marke), die Idee hiess Personalization Marketing, die GF hiess Dr. Margaria Tiziana, die bis dahin als Uni-Ausgründung arbeitgebende Firma METAFrames, der Preis hiess 100.000 DM und der Erfolg hiess dortmund-project - bis Jemand auf die Idee kam, mal nachzufragen. Die Frau Dr. ist - ohne es damals irgendwo irgendwann öffentlich zu sagen, dass sie eigentlich offiziell Fr. Dr. Tiziana-Steffen heisst - die Frau des Uni-Prof. Steffen (man beachte die Mitarbeiter-Liste), des eigentlichen Ideen-Gebers und Chef von METAFrame, der bei der Siegerfirma seitdem im Aufsichtsrat sitzt. Der Prof kassierte bei der Preisverleihung den Winner-Scheck hinter der Bühne so, als ob er Single wär. "Beraten" wurden sie von McKinsey, dem Haupttreiber des Wettbewerbs. Nun - es geht über ein Jahr ins Land, in Dortmund läuft das bewährte Programm Augen-zu-und-durch, der Wettbewerb wird institutionalisiert und den kritischen Antworten nach der Frage zu "42" NRW-like mit Gottesdiensten begegnet. Nur Fr. Doktor rüht sich nicht, die Firma ist seit Launch der Website mausetot wie verbranntes Popcorn; es gibt nicht den kleinsten Hinweis auf irgendwelche Aktivitäten und auch Nicht-Aktivitäten ala PR-News erregen seitdem keinen Seismographen dieser Welt. Im nekrophilen November 2002 meldet sich Fr. Doktor bei den mittlerweile vergesslichen Rechercheuren und berichtet über "Eheprobleme" eigenster Art: Man hätte in Wissenschaftskreisen damals durchaus diese Peinlichkeit mit der Fullname-Verschleierung vernommen und würde so hart zu ihr sein, dass man ihr Jobs in diesem erlauchten Asbest-Zirkel verweigert. BitteBitteBitte Web-Text abändern. Und es sei dringend, da eine Schweizer Holding die Idee kaufen will (bitte???). Nö. Eine Lüge ist eine Lüge ist eine Lüge ist eine... In der Ignoranz-Bundesliga liegt München dank und mit Hitzfeld lang vor Dortmund und der kam aus dem hiesigen Klein-Kleckersdorf. In Dortmund werden sie in den nächsten Wochen erstmal lernen, wie man "Dummdöselige Ignoranz" schreibt - trotz heutiger Übergabe eines 600.000-Euro-Schecks durch EU und Land:- Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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