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19:16 Montag, 02. September 2002
Vielleicht ist die New economy doch nicht tot. Vielleicht lebt in sie Guido Westerwelle weiter. Ohne Bezug zur Realität und etwas kindisch wirft man mit irgendwelchen suggestiven Phantasieziffern um sich - in der Hoffnung, die Prophezeiung möge sich erfüllen.
Irgendwann fällt man böse hin, und natürlich sind dann diejenigen Schuld, denen die Kraft für die wahren Visionen der Aufschneider gefehlt hat.
So haben es vor gut zwei Jahren alle gemacht, die Geld von VCs oder Aktionären haben wollten. "Eine Art Ösi-Kabel mit Flowtex-Marotten" , wie Don vor einigen Monaten meinte, wollte da nicht hintanstehen. Der Staatsanwalt ermittelt. Und der so genannte Masseverwalter Christof Stapf stimmt das altbekannte Lamento an: Es sind Umsätze künstlich generiert worden, denen kein entsprechender Cashflow gegenüber gestanden ist. Das belegt das Gutachten an vielen konkreten Beispielen", betonte Stapf am Montag. YLine sei nie vom Gedanken geleitet gewesen "Geld zu verdienen", "sondern vielmehr darauf bedacht gewesen - insbesondere durch die Aufnahme von Eigenkapital am Kapitalmarkt - eine geeignete Finanzierung der laufenden Aufwendungen sicherzustellen", so Stapf - was natürlich sonst n i e m a n d gemacht hat. Schon im Juli 2000 habe die YLine bereits einen enormen Liquiditäts-Engpass gehabt: "Das Hauptkonto der Gesellschaft war Mitte Juli 2000 bereits mit rund 48,5 Millionen Schilling (3,52 Mill. Euro) negativ. In der Buchhaltung der Gesellschaft wurde dies allerdings nicht dargestellt". Durch die Neuausgabe von Aktien an der EASDAQ seien kurz darauf wieder liquide Mittel in die YLine geflossen, kritisiert das Gutachten. Sicher nur eine Frage der Zeit, bis der nächste geoutet wird. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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