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05:53 Mittwoch, 17. Juli 2002
Expandieren. Ja klar, warum nicht in bisher unerschlossene, bisher von doofen Verlegern regierte Regionen wie Berlin, NRW oder die "Jugend"? Die SZ - das Stammblatt aller Pädagogen und Geneaologen, Gerontologen sowie Germanisten und Solipsisten - will den Schweinezyklus im Verlagswesen mit dem in der "freien" Wirtschaft koppeln (3 Jahre und dann ex oder hopp).
Beispiel NRW: Eine "übermotivierte" Truppe junger, hungriger und brotlos lebender Journalisten war auf den Schweinezyklus reingefallen und produziert nun Stallmist am laufenden Band.
Diese Angestellten eines einst so gelobten Verlages sollten in NRW u.A. gegen Dumont-Schauberg, WAZ und Lensing antreten, was von deren gedopten Lesern stellenweise mit grossem Applaus bedacht wurde (endlich eine Zeitung im Grossformat; endlich in der U-Bahn protzen mit "mehr Lesefläche" und vom dosenbier-konsumierenden Sitz-Gegenüber nicht zu identifizierenden Überschriften (bis auf den WM-Final-Titel;-)). Da NRW jede Menge Bevölkerung hat und bei PISA scharf am unteren Rand vorbeischrappte, haben sich jede Menge Kohle-gierige Freelancer auf den Weg gemacht, die NRW-Niederlassung der SZ in Düsseldorf mit Angeboten, Inhalten und Meinungen über NRW-Themen zu überschütten. Das war fatal. Denn die Festangestellten dachten sofort an den jahrhunderte-langen Anspruch der SZ, nur durch schlaue Hirne widergekäutes auf den Markt zu schmeissen, und behielten die Themen erstmal für sich, blabla-ten den Autoren was von "muss erstmal mit München geklärt werden" vor und schrieben dann nach Wochen ihren Namen unter die bis dahin uninteressant gewordenen Artikel der Freelancer. Ein (vielleicht hier nicht so interessanter) Beitrag war der über den ehemaligen Stahl-Standort Dortmund, an dem heutzutage 600 Chinesen zwei Stahlwerke in Einzelteile zerlegen und die beiden dann zum Wiederaufbau nach China verschiffen. Gleichzeitig sollte auf der ehemaligen Auslagerungsfläche des einen Standortes Phoenix ein See zur Belustigung des regierenden OB's in Dortmund ("Meine Stange steht im Wind") angelegt werden. Dies war dem aus Dortmund stammenden SZ-Autor und Regions-Redakteur wohl etwas zu bedeutungsschwanger und er ferfi..te seinen Artikel mit Fehlern ohne Ende. Auf diese Fehler angesprochen reagierte die Chefredaktion NRW mit Geständnis, dass sowas ja nun Schei..e war, aber man selbst doch nicht so oberlehrerhaft sein sollte... (Ja, für wen hat denn die SZ immer geschrieben - Handwerker? Manager? Hausfrauen?). Im Ergebnis habe ich mehrfach Leute kennengelernt, die die Idee einer SZ-NRW gut fanden, ihre Potenz angeboten haben, von der SZ gearsc.. wurden, ihre Beiträge auf Halde gesehen haben, keine Kohle bekommen haben und die Düsseldorfer Redakteure als letzte Vertreter eine aussterbenden Rasse von medialen Abzockern kennengelernt haben:-((( Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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