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20:24 Mittwoch, 20. März 2002
Was seit Wochen absehbar war ist nun endgültig: die Fusion von KirchMedia und ProSiebenSAT1 findet nicht statt. Die "gesamtwirtschaftliche Situation" gebe diesen Schritt nicht her. Natürlich werde man die "erfolgreiche Arbeit fortsetzen". Was denn sonst? Gehört doch alles zu Dept-Laden.
Immerhin gibt man zu, dass das bajuwarische Trauerspiel der Kirschen-Gruppe auch der Grund für das Desaster ist. Aber in München hat man gerade anderes zu tun. Schließlich gilt es in den nächsten Wochen unschöne Schritte zu verkünden, wenn die Kirch-Gruppe überleben soll.
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Re: KirchMedia und ProSiebenSAT1 Merger geplatzt (ramone)
anbei die zugehörige dpa-Meldung:
München (dpa) - In der Finanzkrise der KirchGruppe ist die Fusion der KirchMedia mit dem TV-Konzern ProSiebenSAT.1 endgültig geplatzt. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Situation und der Lage bei Kirch lasse sich ein Zusammenschluss auf absehbare Zeit nicht durchführen, teilte die ProSiebenSAT.1 Media AG (München) mit. Daher sei das Vorhaben abgesagt worden. Die Börse feierte das Ende der von den Finanzmärkten ungeliebten Fusion mit einem Kurssprung. Der ProSiebenSAT.1-Aktienkurs stieg um zwischenzeitlich zehn Prozent auf 10,50 Euro. Ursprünglich wollte die KirchGruppe ihren TV-Konzern mit der Muttergesellschaft KirchMedia zu einem der größten börsennotierten Medienkonzerne Europas verschmelzen. Die neue KirchMedia AG sollte bereits im Juni an die Börse kommen. Ende Februar wurde in einem ersten Schritt der Zeitpunkt auf unbestimmte Zeit verschoben. Nun wurde das Vorhaben ganz abgeblasen. In der KirchMedia ist das profitable Kerngeschäft der KirchGruppe gebündelt. Dazu gehören unter anderem das Free TV, der Rechtehandel und die Produktion. Außenstehenden Gesellschaftern der KirchMedia war ursprünglich ein Börsengang bis spätestens 2003 versprochen worden. Es gebe Gespräche mit den Investoren, sagte ein Kirch-Sprecher. Die Verhandlungen mit den Banken über einen Ausweg aus der Finanzkrise der KirchGruppe blieben von der abgesagten Fusion unberührt. Die KirchGruppe hatte immer wieder die Bedeutung der Fusion zu einem breit aufgestellten Medienkonzern hervorgehoben. Der Konzern versprach sich davon jährliche Spareffekte von deutlich mehr als 50 Millionen Euro. Diese sollen nun zumindest teilweise trotzdem gehoben werden. Es werde geprüft, inwieweit sich die Einsparpotenziale durch eine noch engere Zusammenarbeit realisieren ließen, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung. |
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