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DCT Wirtschaftswoche: 'Wilde Gerüchte'
ECHO DCT von joman

13:49 Donnerstag, 14. März 2002

"Die Web-Site Dotcomtod ist das Frustventil der New Economy: Enttäuschte und Entlassene beschweren sich über Missmanagement und miese Chefs...."
Wiwo 12/2002 Seite 132 (scheint nirgends online zu sein)

PS: Wer ist der Chefredakteur, der wegen dct angeblich seinen Job verloren hat? Melde Dich doch mal.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Wirtschaftswoche: 'Wilde Gerüchte' (Lanu)
joman, wie kommen die zu dem Foto von mir?
Re: Wirtschaftswoche: 'Wilde Gerüchte' (Lanu)
Don, Du musst endlich zugeben, dass Du die Münchner Uni-Professorin bist, die dauernd im Zusammenhang mit dct zitiert wird.
Re: Wirtschaftswoche: 'Wilde Gerüchte' (DonAlphonso)
Was haben die denn jetzt schon wieder geschrieben...
Münchner Uni-Professorin (Gratefuldead)
Vielleicht bisschen einfallslos, aber:



Nachdem DonAlphonso ja



1. was von "seiner Übung" erzählt hat,



2. in extenso seine höchst spezielle und ausgefeilte Meinung zu Krisen-PR dargelegt hat, und wir ja



3. wissen, dass er aus der Munich Area stammt:



Wie wärs denn mit



http://webinfo.campus.lmu.de/view_event.cfm?ev=18986&sort=type&invoke=st&invokeID=10690&cl=7">dem hier?



Hat auch im SoSe keine Veranstaltungen, damit er sich ausschließlich um dotcomtod kümmern kann :-)
Hatte noch einen Punkt vergessen (Gratefuldead)
4. Der gute Mensch hat, wenn man seiner e-mail-Adresse folgen darf,

vielleicht sogar "Berateraugen" ... :-)
Münchner Uni-Professoren, Schreiberlinge und Lügenvertreter (DonAlphonso)
Übung macht den Meister, also versuchs weiter. Ganz so leicht ist es denn doch nicht. Übungen gibt´s viele, nicht nur zur Krisen-PR. Und mit Managementberatung habe ich wirklich nichts zu tun - ich komme genau von der Gegenseite.



Immerhin brauchen Lanu und Michael Wiesemann diesmal nicht böse zu sein, dass man mich für sie hält.
Krisenjournalismus für Anfänger (DonAlphonso)
http://www.achelis.com/training.htm">Das wär doch auch was, oder?



http://webinfo.campus.lmu.de/view_event.cfm?ev=28139&sort=type&invoke=in&invokeID=0&cl=8">Das wär doch auch nicht schlecht, hm?



Wenn Du jemanden nageln willst, solltest Du schauen, ob er Dir auskommen kann. Wenn Du Vermutungen äusserst, musst Du überprüfen, ob das Fehlen von Alternativen keine andere Möglichkeit zulässt.



In Krisensituationen versagt meistens nicht nur die PR, sondern auch die Journalisten. Die einen stolpern beim Rückzug, die anderen brechen sich beim Stürmen das Genick (siehe auch die Kirch-berichterstattung).



Auch in vermeintlich einfachen Momenten hat die gewissenhafte Recherche oberste Priorität. Sowas wie das grad eben in den normalen Medien gemacht, und Du bist draussen. In Deinem Fall würde sich der Betroffene bei der Redaktionsleitung beschweren, und könnte beweisen, dass Du einfach irgendeinen rausgepickt hast. Vielleicht würde man einfach weniger Werbung schalten; vermutlich würde man über Dich hintenrum herziehen und Dich von allen Informationsquellen abschneiden - wenn man gut in PR wäre. In der Wirtschaftsberichterstattung, wo jeder jeden kennt und das Netzwerk entscheidend ist, wäre das Dein Ende, ab zur Hühnerzucht nach Kleinbergmühlen :-)



1. Regel: Überleben. Erst schauen, dann schiessen.



2. Regel: Nachdenken, ob Du nicht vielleicht doch mal ne Anfängerübung Medienrecht besuchen willst. Da gibt´s nämlich auch viel über krisen zu hören.
Medienrecht (DonAlphonso)
http://webinfo.campus.lmu.de/view_event.cfm?ev=33407&sort=type&invoke=in&invokeID=0&cl=8">Da lernt man, was man mit Leuten macht, die einfach was behaupten, weil sie grad mal eben lustig sind.



So was kann schon mal böse ins Auge gehen, sagen meine treuen Berateraugen. Möchtegernpresse krigt manchmal die gleiche Haue wie Möchtegern-PR. Viel Spass - nein, ich bin nicht Dr. jur. Hesse, falls Du das glauben solltest.
Well ... (Gratefuldead)
Tut mir leid, aber das ist jetzt doch ein wenig übertrieben. Ich habe überhaupt gar nichts behauptet. Ich habe nichts von dem, was oben steht, als Tatsache dargestellt. Ich habe lediglich einen extrem simplen Gedankengang aufgeschrieben, den ich, wenn ich es richtig sehe, in wenigen Zeilen immerhin 4x eingeschränkt und als nicht unbedingt tragfähig gekennzeichnet habe. Ich sehe also meinen Fehler nicht ein; justiziabel ist er erst recht nicht.



Ich erinnere mal an eine sehr schöne Formulierung in SPIEGEL TV im Kontext 911: Da ging es um die unterschiedlichen Meinungen zum Afghanisten-Einsatz bzw. polizeistaatlichen Mitteln, und unter anderem wurde Gregor Gysi gezeigt. Er durfte ein ziemlich ungewohntes Sprüchlein aufsagen (sinngemäß: Man muss bestimmte Maßnahmen ergreifen), und aus dem Off dröhnte es dann, Gregor Gysi habe sich ja bekanntlich schon immer um die



STA atliche



SI cherheit gesorgt.





Und ich hätte zu gerne gesehen, wie sich die SPIEGEL-Redakteure bei dieser nicht justiziablen Formulierung eins ins Fäustchen gelacht haben.
Re: Well ... (DonAlphonso)
Justiziabel oder nicht, es hilft Dir nichts, wenn sie Dich danach schneiden oder mit einer gezielten Falschinformation auflaufen lassen.



Gute PR denkt 24/7 an nichts anderes, als Dich schreiben zu lassen, was sie will, und wenn sie Dich nicht mag, hat sie ihre eigenen Mittel. Du hast was verbockt? Das nächste Mal bekommt Dein Mitarbeiter die gute Info und macht die Story. Du hast was Unsauberes behauptet? "Übrigens, der Dingsda, na, Sie wissen schon, also so kann man das doch nicht machen, sie kennen doch da jemanden, da muss man mal drüber reden."



So läuft das Spiel. Journalisten können die Jäger sein, aber wenn sie nicht aufpassen, werden sie die Hasen. Und es findet sich immer jemand, um Dir in der Redaktionskonferenz in den Rücken zu fallen.



Nichts für ungut, ist alles nur eine Übung :-)
Re: Well ... (Gratefuldead)
Ich muss ehrlich sagen: Ich kenne mich im Journalismus nicht groß aus. Was Sie schreiben, kenne ich allerdings aus einigen Büchern Rainald Goetzens: Dass dieser ganze aufklärerische Impetus, den so mancher Journalist mit sich herumträgt, angesichts der nackten Brutalität, der er in seiner Funktion ausgesetzt ist, einfach nur lächerlich und aufgesetzt sein kann. Ein schönes Beispiel für diese ganz realen Lebensbedingungen als Journalist war der Film "Die Meute", oder auch eine kurze Schilderung in Stuckrad-Barres "Deutsches Theater", wo er darstellt, wie sich einige Journalisten um die neuesten Arbeitslosenzahlen balgen, die ohnehin vermutlich schon exklusiv über den einen oder anderen Ticker gelaufen sind.



Vermutlich ist ja gerade angesichts dieser Produktionsbedingungen Dotcomtod so attraktiv. Ohne Anonymität natürlich alles absolut undenkbar. Ist aber, wenn man sich manche Pöbelbeiträge anschaut, wahrscheinlich auch nicht ungefährlich.



Danke für die Lehrstunde,



der tumbe Adson.
Re: Well ... (DonAlphonso)
Eine Grenze zwischen PR und Journalismus ist im Sektor Wirtschaft praktisch nicht vorhanden. Viele Journalisten wären gern in der PR, Caipi saufen und Cabrio fahren. Journalismus ist auch nur ein Job wie jeder andere, die meisten sind mies, ein paar sind gut.



Aber es macht Spass, die Meute zu sein, wenn man den richtigen Geist mitbringt. Und wenn die Story gut ist, darfst Du auch ausserhalb von DCT zwischen die Augen schiessen, siehe z.Z. die Süddeutsche und Kirch.



Eins noch: Das hier ist Dotcomtod. Sentinels gegen Dotcoms. Sentineltod via Outing wird hier nicht gespielt, was ich umständlich mit den vorhergehenden Postings sagen wollte.
Re: Well ... (Gratefuldead)
Sentineltod: Siehe unten.



Was die Sueddeutsche und Kirch angeht: Ich finde die Ausdauer eines Klaus Ott, der ja nun schon über Jahre seinen heiligen Privatkrieg gegen das System Kirch führt, eigentlich eher unangenehm. Geht das Ganze nicht vielleicht auch eine Spur relaxter, sachlicher, differenzierter? Hin und wieder könnte man ja wirklich den Eindruck haben, dass Ott durch die Einseitigkeit seiner Position jeden Restbestand an journalistischer Ethik vergessen hat. Dieses andauernde Insinuieren, zuerst gegen Kirch -alleine das Wort Medien-Mogul finde ich schon extrem widerlich-, dann gegen Malone - logo: Cowboy, was sonst-, und jetzt natürlich gegen Murdoch -wo es dann immer heißt: "Sie nennen ihn Hai", dabei tut das außer Klaus Ott, dem Mann mit dem lässigen Kürzel (KO hat er sich leider nicht getraut) wahrscheinlich überhaupt niemand. Und bei Murdoch werden dann Drohkulissen aufgebaut, die einfach keiner realistischen Betrachtung standhalten. Kann es in Deutschland eine noch kaputtere, menschenfeindlichere, bewusstseinszerstörender Zeitung als die BILD-Zeitung geben, mit ihrem ganzen USCHIPUSCHI-Schmierentheater, wo in einem Tiedje-Satz dazu mehr Wahrheit steckt als in 100 BILD-Titeln, mit gestohlenen Frauen etc.? Und der wackere Herr Ott, analog zu den Grünen vielleicht sowas wie "der Journalist der Demokratie", meint dann allen Ernstes, die Festung Deutschland via halbjournalistische Äußerungen verteidigen zu müssen? Prima.
Re: Well ... (DonAlphonso)
Ich mag Ott. Ein Ritter von der traurigen Gestalt, der eine Windmühle umfallen sieht. Hat etwas lyrisches. Und er ist allen anderen vorne dran. Heute in der FTD lesen, was vor 2 Tagen in der SZ stand.
Re: Well ... (Gratefuldead)
Was die reine journalistische Arbeit angeht, kann ich nicht mitreden. Das habe ich auch nicht gemeint. Ich verstehe allerdings nicht, wie man nach getaner solider und offensichtlich guter Recherchearbeit dann nicht die Finger vom Abzug lassen kann. Es wäre doch vermutlich wesentlich effektiver, die Tatsachen für sich sprechen zu lassen. Kirch ist doch an sich kaputt genug, als Typ und als Wirtschaftssystem. Das sehen die, die es sehen. Aber wenn man so schreibt wie Ott, macht man für manche aus einem rücksichtslosen Hasardeur den armen, halb blinden, schwer reichen Onkel Leo, dem alle ans Bein pinkeln wollen.
Re: Medienrecht (thebrain)
Um hier mal Zündstoff reinzubringen:

Also ich habe nicht den Eindruck, als müssten alle Beiträge hier gut recherchiert sein. Wenn es allerdings gegen die Ethik verstößt, jemanden zu outen, der ständig "Witze auf Kosten anderer" reißt und sich vor Schadenfreude kringelt, wenn Firmen pleite gehen - na ja.

Auch ein möglicher Standpunkt, oder?
Dem Scherz eins auf den Keks (DonAlphonso)
Klar - wenn Du denkst, dass das hier die Site für Sentinelouting ist. Es gibt hier halt mal Spielregeln. Wer nicht will, muss es nicht lesen. Es gibt genügend andere Sandkästen.



Wer ohne schuld ist, werfe den ersten Stein auf mich. Ich glaub nicht, dass es hier allzu viele davon gibt, vgl. thebrain im Cebit-Forum.



Gott schütze uns vor den selbsternannten Aufdeckern und Gerechtigkeitsspezialisten. Besonders, wenn sie damit Egopolitur betreiben.
Re: Dem Scherz eins auf den Keks (thebrain)
nö, dass denke ich nicht.

Ich denke, dass wer austeilt, auch einstecken können muss!

Darauf wollte ich hinaus. Ich respektiere es auch, wenn die Teilnehmer hier anonym bleiben wollen, da man ja durch den ein oder anderen Beitrag durchaus Schwierigkeiten erwarten darf... (auch wenn manche das durch die Art ihrer Insiderinformationen nur solange sind, bis der Beitrag von der richtigen Person gelesen wird).



Aber wer bin ich denn, dass ich mich in ein Schreibduell mit jemandem stürze,der damit sein Geld verdient... :-)



Was ich noch dazu sagen wollte: Wenn Ihr, die Ihr Euch kennt durch Eure Privatgeplänkel immer wieder für Mutmassungen sorgt, dann solltet Ihr auch damit rechnen, dass diese geäußert werden.
Re: Münchner Uni-Professoren, Schreiberlinge und Lügenvertreter (Gratefuldead)
Ok, war klar, dass es nicht so einfach sein kann. Wäre auch ziemlich enttäuschend, zugegebenermaßen.



Mir ist nur eins nicht ganz klar: Selbst wenn man die in Ihren Boos angedeuteten Indizien zusammenzieht, ist ja immer noch sehr die Frage,

was man dann hat: Indizien über "DonAlphonso" (Ihre Erfindung, Avatar usw usf) oder Indizien über den Erfinder von "DonAlphonso".



Die Frage ist also: Wo wäre der Sinn, bestimmten Indizien nachzugehen und diese zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen, wenn dieses

Gesamtbild von vorneherein Fiktion ist?



Wenn Sie also sagen: Ich komme von der Gegenseite, heißt das dann Ich oder "Ich"???
tut´s weh? (DonAlphonso)
Ich denke, wenn man alles zusammennimmt, kommt ein durchgeknallter Mafiosi mit besten Kontakten zur VC-Szene raus, der auf Events hinter den Flügel kotzt und mit Szenemädels öfters einen heben geht. Er hat viele internationale Kontakte, berät irgendwelche komischen Firmen und Spezialteams, sitzt öfters mit Prinzessinen, Capitalessen und Business-Angels in Nobelcafes und unterwandert gerade die Wirtschaftskreise rund um die Staatsregierung, die Uni und natürlich auch den Bundesnachrichtendienst. Finanziert wird er laut Impressum von Bokassa, dem Mossad und dergleichen mehr.



Who cares?



Alles ist wahr, alles ist Lüge, und an die Vermischung von Realität und überzogenem, aufgeblasenem Schwachsinn glauben die Leute. Wozu hatten wir eigentlich die Aufklärung? Für manche ist Mirabeau umsonst gestorben (hier spricht der Literaturgeschichtler, noch eine Scheinidentität).
Re: Münchner Uni-Professorin (Lanu)
Ich find diese Outing-Versuche ziemlich daneben.
Re: Münchner Uni-Professorin (Gratefuldead)
Es war ein Scherz.

Und ich werde es in Zukunft lassen.

Asche auf mein Haupt.

Me absovete!
Re: Münchner Uni-Professorin (Gratefuldead)
Es war ein Scherz.

Und ich werde es in Zukunft lassen.

Asche auf mein Haupt.

Me absolvete!
Re: Wirtschaftswoche: 'Wilde Gerüchte' (joman)
Das mußt Du Deinen Nachbarn fragen. Der hat eh etwas dagegen, daß Du Deine Wäsche im Hof aufhängst.
Re: Wirtschaftswoche: 'Wilde Gerüchte' (Phimosius)
Sonst nehme ich das wertkonservative Schundblatt nicht in die Hand, aber nach dieser Nachricht muss ich Freitag gleich die WiWo durchblättern
WiWo - der Link zum Artikel (cocolores)
Re: WiWo - der Link zum Artikel (Lanu)
Nein, das ist der alte "Website der Woche" Artikel vom letzten Jahr.
Re: WiWo - der Link zum Artikel (thebrain)
Gibt es denn jetzt einen Link?

Oder muss ich im Papier wühlen?
Re: WiWo - der Link zum Artikel (Lanu)
Es gibt keinen Link.




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