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18:35 Donnerstag, 11. Oktober 2001
Die Presse hat caatoosee anscheinend wieder entdeckt: Eine Publikation (angeblich aus München, wer mag das wohl sein?) hat bei der 9. Kammer der Landgerichts Stuttgart Recherchen angestellt...
Ob caatoosee auch heute noch so publicitysüchtig ist wie vor einem Jahr? Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: caatoosee rückt wieder ins Rampenlicht -- Presse interessiert sich ()
Setzt sich die Presse eigentlich immer mit Schwachsinn auseinander, es gibt doch Sensationen genug.
Sensationell allerdings ist wie viele Menschen diesem Unsinn auf den Leim gingen. Fragt sich wann die Gerichte anfangen sich für caatoosee zu interessieren. Hier wurde nicht nur Geld statt in Versprochenes in Schwachsinn investiert, sondern vielmehr wurden systematisch durch eine unfähige Geschäftsführung Menschen an ihrer Arbeit gehindert oder gegeneinander aufgewiegelt. Arschkriechern und Mobbern ein roter Teppich ausgebreitet. Von Teamarbeit nicht die Spur. Das hat mit Unerfahrenheit nichts zu tun, sondern mit Ignoranz, Dummdreißtigkeit, Menschenverachtung und krimineller Energie.
Re: caatoosee rückt wieder ins Rampenlicht -- Presse interessiert sich (fred)
Dieser Anonym scheint ein derzeitiger oder ehemaliger Mitarbeiter zu sein -- selten eine treffendere Beschreibung des Managementstils bei caatoosee gehört.
Die kriminelle Energie wird schwer zu beweisen sein, den Rest krähen in den Stuttgarter Kneipen nicht erst seit jetzt die Spatzen von den Dächern. Eine wichtige caatoosee-Eigenschaft wurde jedoch vergessen: Selbstherrlichkeit. Sowohl im Projekt- als auch im Corporate Management glauben sie dort alle, sie hätten den e-commerce erfunden. Da kreiert man dann schnell mal ein paar neue Begriffe (man ist ja eigentlich kein Software- sondern ein Medienhaus, das sich schrecklich viel auf seine Kreativität zugute hält), die keiner hinterfragt, um nicht seine Unwissenheit oder sein Nichtverständnis der neuen Philosophie zu beweisen. Beispiel: "caatoosee ist ein Informationslogistiker" -- was, bitte schön, ist denn Informationslogistik? Das Verschicken von Daten/Informationen? Ist dann ein TCP/IP-Stack, der Datenpakete verschickt, ein Informationslogistiker? Oder eher die Netzwerkkarte, die sich wenigstens mit dem physischen Versenden der Packerl befasst? Die einzige Information, für deren Logistik caatoosee anscheinend zuständig ist, sind das Versenden glühender Adhoc-Mitteilungen für die Analysten und die gelegentliche Präsentation knallharter Lügen an die Kunden. Klar, überall ist von Worthülsen die Rede, was ja auch zutrifft. Gefährlich für Anleger, Kunden und Mitarbeiter wird es aber, wenn die Heissluftbläser den Blödsinn selbst glauben und Unwissende -- Politiker (Cleverle), Analysten (Julius Bär und LBBW), Unternehmensberater (A.T.Kearney) und einige in den Medien -- mit dem Quatsch einseifen, um ihnen die Kohle aus der Tasche zu ziehen oder sich bei diesem hehren Ziel helfen zu lassen. Dabei taten sie das am Anfang sicher nicht mit krimineller Absicht (manche der Schuldigen sind einfach nicht schlau genug oder zu feige, um bewußt und freiwillig kriminell vorzugehen -- wer sie persönlich kennt, kann das bestätigen), sondern hielten sich ernsthaft für die Größten. Sie waren wohl heimlich erstaunt, wie einfach die Welt und der Zugang zum Geld anderer geworden war, vorausgesetzt man schiebt regelmäßig positive Nachrichten nach und unterdrückt die negativen. Nur später, als sich herausstellte, dass man seine Versprechungen auch einhalten muss, und es eng wurde, begannen dann die Lügen, mehr oder weniger unter "Zwang", da man sich ja nicht erwischen lassen darf: das Erwischtwerden beim Lügen würde ja das Bild der eigenen Größe beschädigen. Dabei sind auch schon peinliche Fehler in der Koordination beim Lügen passiert: Wenn ein Guido Alt mit zwei weiteren Vorstandsmitgliedern zur Kundenruhigstellung beim Kunden auftaucht, weil das e-commerce-System schon längst überfällig ist, und laut verkündet wie toll es ist und dass man nur noch ein paar Tage zum Testen braucht um wirklich erstklassige Qualität zu garantieren, und kurz darauf stellt sich im direkten Projektumfeld (d.h. bei den caatoosee-Mitarbeitern, die das Ding herstellen sollen und nicht nur unter Unerfahrenheit in der Thematik leiden, sondern außerdem unter einem chaotischen und unfähigen Projektmanagement) heraus, dass die Software zum Testen noch gar nicht existiert, dann steht der Kunde erschüttert da und versteht die Welt nicht mehr: "Da waren die mehrere Mann hoch bei uns und haben uns bewusst einfach angelogen -- der Firmengründer selbst! Wie kann man mit so jemand noch Geschäfte machen?" Natürlich haben sie trotzdem versucht, weiterhin mit caatoosee Geschäfte zu machen -- bis es endgültig schief lief. Erstaunlich ist auch, dass so etwas in großem Kreis passieren kann (mindestens ein halbes Dutzend Mitarbeiter beim Kunden plus die Projektmitarbeiter bei caatoosee, die ja mit den Aussagen konfrontiert wurden), ohne dass sich jemand ernsthafte Gedanken macht und die Integrität eines solchen Managements in Frage zu stellen scheint -- aber da lag der Aktienkurs ja noch dreissig mal höher als heute, und der Erfolg nach dem kometenhaften Aufstieg war ja praktisch garantiert...
Fred wird mir immer sympathischer... (mailer-daemon)
... nennen wir ihn doch einfach DCT-Fachbereichsleiter Caatoosee ;-)
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