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Deutsche Bank D E U T S C H E B A N K: 60 Prozent weniger für Internet-Aktivitäten
BOO Deutsche Bank von crashdotcom

14:51 Freitag, 06. Juli 2001

Das Bankhaus schraubt die Mittel für seine Internet-Aktivitäten drastisch zurück. An ihren Marken Moneyshelf und Maxblue will die Bank jedoch weiter festhalten, dem UMTS-Geschäft steht sie dagegen skeptisch gegenüber.
Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank reduziert für das laufende Geschäftsjahr den Etat für ihre Internet-Produkte. Statt der geplanten Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro sollen 2001 nur 200 Millionen Euro investiert werden. Das berichtet die "Financial Times Deutschland".

Dennoch halte das Unternehmen am Ausbau seiner Internet-Aktivitäten fest, sagte Vorstandsmitglied Hermann-Josef Lamberti auf dem Zukunftsforum "B@nk" in Frankfurt.

Bank hält an Moneyshelf und Maxblue fest

Das glücklose Finanzportal Moneyshelf soll im September relauncht werden, und der Online-Broker Maxblue bereite seinen Markteintritt in Brasilien vor. Dafür gründete die Deutsche Bank ein Joint Venture mit der Banco do Brasil.

Beide Plattformen sollen - anders lautenden Gerüchten zum Trotz - weiterhin unter ihren Markennamen bestehen bleiben, erklärte Lamberti. Moneyshelf, das bislang von den Kunden nur schleppend angenommen wird, solle zu einem "Financial Supermarket" ausgebaut werden, der 80 bis 85 Prozent aller Bank-Dienstleistungen abdecke, so Lamberti.

Anders schätzt Lamberti das Geschäft auf dem hochgejubelten M-Commerce ein. Es sei bislang völlig ungewiss, ob der künftige Mobilfunkstandard UMTS wirklich erfolgreich sein werde. Die zentrale Frage, ob der Kunde tatsächlich bereit ist, Geld für Dienstleistungen zu zahlen, sei ganz ungewiss. Auch die Deutsche Bank habe erfahren müssen, dass die Menschen sich nur langsam an neue Technologien gewöhnen würden.

Signalwirkung auf die Branche

Mit der drastischen Kürzung seiner Internet-Aktivitäten setzt der Branchenprimus Deutsche Bank deutliche Signale, die sich auf die gesamte Branche auswirken könnten. Vor allem die Skepsis dem UMTS-Geschäft gegenüber dürfte den Unternehmen, die in diesen Bereich viel investiert haben, einen kräftigen Dämpfer verpassen. Besonders dann, wenn das Bankhaus selber zugibt, im Zuge des Internet-Hypes auf falsche Prognosen gesetzt zu haben.








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