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19:39 Sonntag, 06. Februar 2011
Es gibt Menschen, die laufen einem immer wieder über den Weg. Steffi Kammerer ist so einer. Das ist die, die die Welt mt einem grandiosen Schulterrubbler glauben lassen wollte, dass sie Michelle Obama getroffen hätte. Ranwanzen bekam damals eine völlig neue Bedeutung. Ihre exklusiven Bilder mit dem Papst und dem King erschütterten danach die Medienwelt. Jetzt güllert sie bei SPON vor sich hin und hat offensichtlich ein paar Schwierigkeiten mit der Kommentarfunktion.
Erst verschwanden einzelne Kommentare und aktuell sind alle Wortmeldungen weg. Ehe der SPON Praktikant Ärger bekommt, der am Sonntag voreilig rumgelöscht hat, werde ich mich zur aktiven Medienhilfe für SPON entschließen und einen der gelöschten Kommentare für die Nachwelt festhalten. Muss ja nicht sein, dass uns alle hier den Dariani machen: Liebe Frau Kammerer, bitte entschuldigen Sie, dass ich Ihren Artikel nicht bis zu Ende gelesen habe. "Steffi Kammerer - Ist im Rheinland aufgewachsen und hat Wirtschaftskommunikation, Geschichte und Filmwissenschaft studiert". Ja Filmwissenschaft ... Letzten Sonntag sah ich mit Freunden den alten Staudte-Film "Die Mörder sind unter uns", den ich eher weniger gut finde, aber der Protagonist durchlebt dort ein Trauma, als er einen Christbaum sieht - sie kennen die Szene vielleicht noch. Genauso durchfuhr mich gerade eine 15-minütige Handlungsunfähigkeit mit ähnlicher Symptomatik, als ich Ihr Konterfei noch nunmehr 16 Jahren bei "Spiegel-Online" sofort wieder erkenne. Wie war das noch damals in Berlin Mitte, Augustrasse, als Ihr Vater - für Sie so als Altersvorsorge - ein Mietshaus kaufte und es dann mit billigen polnischen Arbeitskräften in eine Schickimicki-Festung umfunktionieren ließ - heute mit zwei Galerien im Vorderhaus, Kameraüberwachung, und nach hinten zum Kunsthof hin die Mauer oben abgesichert durch eine Rolle Stacheldraht, exzessive Methoden der Eigentumsabgrenzung, wie ich es sonst nur noch in Südafrika gesehen hatte? Wo sind sie alle hin heute, die damals jungen Kreativen, die griechische Schneiderin, die Mittellosen, die ihr Ding in Eile durchzogen, weil sie wussten, dass es nicht ewig für sie so weiter gehen würde, deren Eltern kein Mietshaus besaßen, die Familie mit den drei Kindern, die schon zu DDR-Zeiten dort wohnte, die Obachlosen, welche ihr Vater mit Kriminellen gleichsetzte, ...? Schnell waren sie weg, vertrieben durch Drohungen oder hatten es vorgezogen, freiwillig zu gehen. Ja damals - plötzlich war dann alles anders. Wir alle wohnten schon jahrelang im Haus, und dann kam da dieses neue Pärchen. Die wollten auch mit dabei sein, cool und mittendrin in der Kreativszene von Mitte. Aber die begnügten sich nicht mit einer der leer stehenden Wohnungen, nein die bewohnten zu zweit den Wohnraum der oberen Etage von Vorderhaus und 1 1/2 Seitenflügeln -klar, war ja Ihr Haus - und es war klar, dass die irgendwie anders waren. Ich selbst, der mich weigerte, die schriftliche Bestätigung, einer mündlich nicht getroffenen Vereinbarung über meinen baldigen Auszug anzunehmen, wurde von Ihnen mit den Worten "Du hast ja wohl 'nen Schuss" beschimpft. Weiterhin stellte ich ein von mir nicht genutztes Zimmer meiner 60qm Wohnung für einige Wochen einem Obdachlosen Jugendlichen zur Verfügung, was Sie mit "Und das Bürschchen, was bei dir da wohnt, auf solche Leute können wir hier alle verzichten" kommentierten. Ich habe mich im Laufe meines Lebens daran gewöhnt, dass Leute Ihres Schlags dem Zwang unterliegen, sich zusätzlich zu ihrem Wohlstand einen Platz im elitären Rampenlicht erkämpfen zu müssen. Das heist aber nicht, dass die Elite immer exzellentes hervorbringt. Ihr Ding mit Harald Juhnke war peinlich, Ihre Kolumne über Davos ist Regenbogen-Quatsch. Auch sollten Sie sich überlegen, ob Sie vielleicht selbst - als Mann - auch ganz gut da hin passten. Im Übrigen finde ich es bedauerlich, dass "Spiegel-Online" für so einen Mist Platz zur Verfügung stellt. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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