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07:31 Freitag, 09. Juli 2010
Ex-freenet-Vorstand Ecki Spoerr geht es zurzeit finanziell nicht sehr gut. Wie er dem Gericht bei einer Neuauflage seines Prozesses wegen Insiderhandel vortrug, habe er durch die damaligen Presseveröffentlichungen seinen Vorstandsposten aufgeben müssen und bisher sei es ihm nicht gelungen, einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Spoerr: "Ich arbeite jetzt für eine kleine Uhrenfabrik, verdiene dort 7000 Franken im Monat.“
Unser Ecki nur noch ein kleines Rädchen im Uhrwerk? Gestrandet in der Schweiz, dem Armenhaus Europas? Dem ehemaligen Manager des Jahres, der in den Jahren 2003 bis 2008 jedes Jahr mehr als drei Millionen Euro, manchmal auch mehr, eingestrichen hat, soll es heute finanziell nicht mehr sehr gut gehen. Doch was bedeutet das? Musste er die Motoryacht am Gardasee verkaufen? Gar den Porsche? Und was ist mit den mehr als 70 Millionen Euro, die von freenet an die schweizerische iWorxx AG geflossen sind? (PDF-Dokument, S. 9). Ach richtig, die gehört ja nicht Ecki, sondern nur einem seiner besten Freunde, der rein zufällig gute Geschäfte mit freenet gemacht hat, während Ecki dort der Vorstandschef war. Bei einem solchen Lebensstil kann die allgemeine Finanzkrise natürlich auch mal zur persönlichen Finanzkrise werden. Eckis Beteiligungen scheinen ja ebenfalls nicht besonders gut zu laufen. Nun wollen böse Aktionäre ihm auch noch seinen Aufsichtsratsposten beim Top-Solar-Unternehmen Conergy streitig machen, bei dem er sein klägliches Einkommen bisher noch um 60000 Euro pro Jahr aufstocken konnte. Zum Glück hat Ecki noch seine Franzi. Nach einem mehr als zwölf Monate dauernden Sabbatical, während dessen Ecki und Franzi die Welt bereist haben, ist sie am 1. Juli wieder in ihre Position als Leiterin der Rechtsabteilung bei freenet zurückgekehrt. Ab Juli ist ihr Einkommen dann höher als Eckis und die beiden Turteltäubchen können sicherlich per Billigflieger an den Wochenenden zwischen Hamburg und der Schweiz pendeln. Vielleicht ist der Spendenaufruf für Ecki auch etwas übertrieben. Immerhin teilen er und Ex-Postchef Klaus Zumwinkel den gleichen Strafverteidiger. Und von Zumwinkel lernen heißt, dass man vor Gericht auch lügen darf, wenn es um das eigene Vermögen geht. Kürzlich konnte Ecki immerhin noch wie schon 2009 wieder an einem kleinen Rallye-Abenteuer teilnehmen. Dort hat er auch gelernt, was Teilen bedeutet. Ecki und sein Team unterstützen jetzt ein Kinderheim durch eine Patenschaft. Wie einfach manche Menschen ihr Gewissen doch erleichtern können, wenn sie von ergaunertem Geld ein kleines bisschen spenden. Nebenbei sei noch mal erwähnt, dass es nicht die Presseveröffentlichungen waren, wegen derer Ecki seinen Vorstandsposten abgeben musste. Zuguterletzt hatte er einfach nur noch versucht, alle und jeden auszutricksen und hatte auch die gegen sich aufgebracht, die ihn lange Zeit geschützt hatten. Immerhin so lange, dass viele seiner größeren Gaunereien verjährt waren und er nicht mehr dafür belangt werden konnte. Und die ganze Wahrheit über Ecki und seine Kumpanen war auch nicht in der Presse zu lesen, sondern hier: http://boocompany.com/index.cfm/content/story/id/14976/ http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15505/ http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15168/ http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15177/ Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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