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Tamedia Wenn es Nacht wird beim Tagesanzeiger...
BOO Tamedia von Abfallentsorger

08:30 Dienstag, 09. Juni 2009

Die "Berliner Zeitung" titelt verharmlosend "Schweizer Kulturrevolution", für andere ist es ein "Maimassaker". Und auch bei der BZ erkennt man beim Lesen schnell, dass hier tatsächlich unglaubliche Dinge geschehen in Zürich: Die Entlassung von 80 Mitarbeitern beim Züricher "Tagesanzeiger", die geopfert werden an der "Schlachtbank der Zeitungskrise". Und das, nur weil nach über hundert Jahren das erste Mal rote Zahlen geschrieben wurden beim "Tagi"...
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...und weil das eben nicht geht, wenn man - wie der deutsche Manager Kall - "jeden Titel als eigenständiges Profitcenter mit einer Rendite von bis zu 20 Prozent (begreift)", kommt man mit der Motorsäge und will den Baum retten, in dem man seine Äste absägt, nur weil er 'mal weniger Früchte abwirft.
Irgendwie hat man es schon immer gewusst - aber seit der Wirtschaftskrise wird es jeden Tag überdeutlicher: Diese ganzen profitgierigen Superkapitalisten haben offenbar alle einen gehörigen Sprung in der Schüssel. Blöd nur, dass dies den entlassenen Mitarbeitern wenig nützt.

Was könnte ein Viertel (!) der hervorragenden Tagiredaktion nun unternehmen? Wir empfehlen die Gründung einer neuen Zeitung - "Nachtanzeiger" wäre doch ein guter Titel... Auf der Titelseite verspricht man "Neues aus dem Zürcher Nachtleben" ("TA-Manager wirbt auf der Langstraße neue Redakteurinnen an") und auf den Folgeseiten kann man die gewohnt guten Artikel der stets niveauvollen Tagiredaktion lesen.

Ich verspreche hiermit, dass ich sofort ein Abo kaufen würde.

Obwohl sich die Tagileute so vorkommen dürften, als hätte ihnen ein Psychopath aus reiner Mordlust den Kopf abgeschlagen, rufe ich voller Insbrunst "Kopf hoch". Und den Idioten, die solche irren Entscheidungen fällen, kann man nur wünschen, dass ihr Wahnsinn auf sie zurück fällt. Wie heißt der CEO von Tamedia? Martin Kall? Ich kaufe ein n.





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