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Bundesregierung Schäubles Partyskandal kostet den Steuerzahler 1 Million und mehr
INSIDER Bundesregierung von lanu

14:47 Freitag, 20. März 2009

Ne Riesenparty wollte unser aller Bundesinnenminister am Brandburger Tor zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes feiern. Geld spielte dabei offensichtlich keine Rolle. Im Februar sagte man die Party ab. Die Organisatoren der media event GmbH stellten sich zu dem Zeitpunkt als die armen Opfer dar, da die Fete wohl im Parteiengezänk platzte. Jetzt stellt sich heraus, dass Herr Schäuble eine gute Million an den Laden zahlen lässt, an Leute, die an keiner Ausschreibung teilgenommen haben und durchaus gute Erfahrungen beim Verschwenden von Steuergeldern haben.

Denn die media event GmbH ist das Geschäft der Familie Vogel, die nach der Jahrtausendwende in Berlin groß einschlagen wollten. "Lindenlife" hieß die Schnapsidee in der Nähe des Brandenburger Tores, die den Steuerzahler ebenfalls einen "kleinen einstelligen Millionenbetrag" kostete.

"In Mainz weiß man es bei einer vom Wirtschaftsministerium geförderten Weinwerbung besser. Bei diesem Objekt sind wohl alle eingesetzten Mittel als Verschwendung zu verbuchen. Im Jahr 2000 beteiligte sich die landeseigene Investitions- und Strukturbank (ISB) auf Wunsch der Landesregierung an der Lindenlife GmbH und Co. KG sowie an der Lindenlife Verwaltungs GmbH. Die KG sollte rheinland-pfälzische Weine präsentieren und vermarkten sowie ein Erlebnisrestaurant in Berlin führen. Der Gastronomiebetrieb nahm unter dem Namen Lindenlife dann auch seinen Betrieb in der Bundeshauptstadt auf. Adresse: Unter den Linden. Das Gesamtkonzept Lindenlife bestand aus einer Brasserie, einer Weinprobierstube und einem gläsernen Fernsehstudio als Dienstleister für Politik und Medien.

Neben der Beteiligung an der Gesellschaft stellte die ISB auch ein zinsgünstiges Darlehen zur Verfügung, für das das Land eine 75 prozentige Bürgschaft übernahm. Bereits im Jahre 2004 stellte der Landesrechnungshof fest, dass die Umsatzzahlen weit hinter den Planzahlen zurück blieben und bis Ende 2001 bei der ISB anteilige Verluste von 326.000 Euro entstanden waren. Im Frühjahr 2007 zog der Wirtschaftsminister dann die Reißleine und erklärte, dass nun Schluss sei. Der Schuldenberg soll sich auf 3,4 Mio. Euro belaufen. Das Darlehen muss die ISB wohl abschreiben, kann sich aber über die Landesbürgschaft großteils schadlos halten. Genaue Zahlen hat weder das Ministerium noch die ISB bislang veröffentlicht."
mehr...

"Bei der Lindenlife Verwaltungs GmbH und der Lindenlife GmbH & Co. KG, die eine Erlebnisgastronomie in Berlin betrieben,
fielen in den Geschäftsjahren 2000 bis 2006 Verluste von insgesamt 4 Mio. € an. Die Bemühungen, den Gastronomiebetrieb dauerhaft auf einen Dritten zu übertragen, blieben ohne Erfolg."
mehr...

Dann mal ran, liebe Opposition. Weiter Fragen stellen und endlich den Mann ablösen lassen, der in Krisenzeiten nicht nur Geld aus dem Fenster wirft, sondern nebenbei mit dem Grundgesetz eh nicht viel am Hut hat.

(vielen Dank an alle Recherchehelfer)





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
auch schön: (lanu)
Warum ausgerechnet die Vogels das Bürgerfest veranstalten, das von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet werden soll, ist nicht ganz klar. Man habe irgendwann gesagt, man wolle gerne Veranstalter sein, und erste Gespräche geführt, sagt Jutta Vogel. Anfang 2008 wurde dann die Zusammenarbeit mit dem Innenministerium offiziell, das beim Bund für die Jahrestage 2009 zuständig ist. Der Kontakt kam über das Bundespresseamt zustande, aber inoffiziell. Ein Regierungssprecher: "Es gab keine Empfehlung des Bundespresseamts an das Innenministerium. Offensichtlich hat lediglich ein Mitarbeiter des Presseamts einem Mitarbeiter des Innenministeriums vor etwa zwei Jahren einen Hinweis darauf gegeben, dass ein privater Unternehmer eine Veranstaltung zum 23. Mai 2009 plant." Klingt, als sei ein eher privater Plausch Keimzelle für ein Millionengeschäft.

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Konkurrenz-zum-B%FCrgerfest-Tag-der-deutschen-Vielfalt/467247.html



noch mehr? (lanu)
Es scheint sich um eine Badische-Wein-Connection zu handeln...

http://www.rurweb.de%2Fnews%2Fartikel%2F444571%2F29%2F

"Der CDU-Politiker Theo Kautzmann wird als Experte für deutsche Weinqualität auch oft als "Herr der Weine" gewürdigt. Zu seinem Engagement gehört unter anderem die Initiative von Bundestagsabgeordneten der CDU, SPD und Grünen mit der Forderung an Bundespräsident Horst Köhler, seinen Staatsgästen immer oder zumindest bevorzugt Wein aus deutschen Landen zu servieren.

Zu den Gratulanten beim Festakt gehörten Parlamentarier aus Bund und Ländern, Vertreter der Medien, Institutionen und der Wirtschaft. Unter den illustren Gästen sah man den Dokumentarfilmer Stephan Vogel (Berlin/Jerusalem), die Berliner Buchautorin Jutta Vogel und manch anderes prominente Gesicht aus Ländern und Bund. Die Schauspielerin Marie Luise Marjan übermittelte vor dem Festakt der Landrätin telefonisch Glückwünsche aus dem Ausland für Theo Kautzmann. Kuratorin Claudia Jasmin Bodenstein von der Europäischen Kultur Stiftung (EKS) kam persönlich an die Weinstraße zum gratulieren."

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Und man trifft sich überall:

56. Bundespresseball - Die Gäste 2007
Was wäre der Ball ohne sie? Erst die Gäste machen einen festlichen Abend zum unvergesslichen Ereignis. Von A wie Anton bis Z wie Zeppelin - alle 2500 Besucher.

Stephan Vogel und Jutta Vogel

http://www.tagesspiegel.de%2Fzeitung%2FSonderthemen-56-Bundespresseball%3Bart893%2C2426109

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Es ist der bdi, über den alles läuft:

"BDI-Geschäftsführer Ludolf von Wartenberg hatte den Jahresempfang des Bundesverbandes der Deutschen Industrie als ein Spitzenereignis in der deutschen Hauptstadt arrangieren lassen. Die international erfahrene media-event Berlin gestaltete das Ereignis im traditionsreichen Konzerthaus rot in rot mit Rosen, Teppichen und Dekorationen. Die Royale Atmosphäre, die den Glanz einer Oscarverleihung in Hollywood übertraf, hatte zusätzlich einen Programm-Höhepunkt: den Film Rogo Royal. Nach einer Idee von Drehbuchautorin Jutta Vogel führte Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebrecht einen treffenden Vergleich zwischen den Royalties der Vergangenheit und Wirtschaftsbossen der Gegenwart am Beispiel von Thumanns Amtsvorgänger Dr. Michael Rogowski.

http://www.meaus.com%2F95-schroeder-und-araber.htm



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