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21:21 Samstag, 24. Januar 2009
Spreadshirt ist (war?) eine der ostdeutschen Vorzeigefirmen, gegründet ohne Kapital, viele Preise abgefasst, aber nun scheint es abwärts zu gehen. Ein guter Teil der Belegschaft darf nun gehen.
Bei der letzten GA (General Assembly, so nennt man im Hause die Vollversammlung der Belegschaft, um sich von CEO Jana Eggers eine Gehirnwäsche verpassen zu lassen) wurde es angekündigt, dass wohl einige Mitarbeiter gehen müssen. Jetzt seit Freitag ist es raus, ungefähr 20% der Belegschaft soll gekündigt werden, dazu kommen die Mitarbeiter, deren befristete Arbeitsverträge nicht verlängert werden. So gut wie alle Mitarbeiter bei Spreadshirt haben befristete Verträge, weshalb die Verkleinerung der Belegschaft wahrscheinlich deutlich über den 20% liegen wird. Firmenintern machten die Gerüchte um finanzielle Probleme schon länger die Runde, der Vorstand versprach eine neue Finanzierungsrunde und die scheint jetzt durch zu sein. Aber de neue Investor hat sich die Zahlen der Firma wohl etwas genauer angesehen und den aufgeblähten Apparat der Verwaltung bemerkt und fordert nun Konsequenzen. Aber genug der Spekulationen, nun zu den Fakten. Wichtiges Führungspersonal wie der Chefcontroller, der Chef der Produktion und selbst Vorstände verließen Ende des letzten Jahres das Unternehmen. Zahlreiche langjährige Mitarbeiter, die die Firma mit aufgebaut hatten, zogen es ebenfalls vor, ihr Glück wo anders zu suchen. Im Haus selbst ist von dem vielbeschworenen lockeren Klima nicht mehr viel zu bemerken. Ging es noch vor einem Jahr zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten, so herrschen jetzt Frust und innere Kündigung, Viele suchten bereits vor der jetzigen Ankündigung Personal abzubauen nach neuen Jobs. Ganz und gar nicht nach dem nach aussen gerne dargestellten freundschaftlichen Umgang innerhalb des Unternehmens läuft jetzt die Entsorgung unnötiger Human Resources ab. Mitarbeiter werden gedrängt, Aufhebungsverträge zu unterschreiben mit der Ansage, sonst fristlos gekündigt zu werden. Anders als sonst üblich wenn ein Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausscheidet, dürfen die Gefeuerten keine Abschiedsmail mehr an die Belegschaft mehr schreiben. Da will wohl wer den Umfang der Personalverkleinerung verschleiern. Von sozial verträglich kann auch keine Rede sein, in der ersten Entlassungswelle sind ältere Arbeitnehmer, die kaum noch eine Chance auf einen neuen Job haben, während wesentlich jüngere in der gleichen Abteilung bleiben dürfen. Wir werden sehen, was da noch kommt... Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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