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Freenet freenet: Nicht so wild aufeinander losgehen
INSIDER Freenet von lanu

16:50 Montag, 24. November 2008

Ich bin der Meinung, dass der Zweck dieses Forums nicht sein sollte, eine Feindschaft zwischen debitel-, Talkline- und mobilcom-Mitarbeitern zu schüren. Ich schreibe bewusst mobilcom-Mitarbeiter, da die Mitarbeiter in Büdelsdorf sich überwiegend nicht als freenet-Mitarbeiter fühlen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die hier getätigten einzelnen Äußerungen für alle rund 700 Mitarbeiter in Elmshorn oder für die rund 160 IT-Mitarbeiter stehen.

Es ist sicherlich für alle Mitarbeiter, wenn man von Hamburg mal absieht, keine angenehme Situation. Auch in Büdelsdorf ist sich ja niemand sicher, was Meister Eckat als nächstes einfällt. Dafür aber Drohungen auszusprechen, die letztlich existenzgefährdend für ein ganzes Unternehmen sein können, ist sicherlich nicht die richtige Antwort und erst recht nicht die richtige Lösung.

Überlegt doch viel lieber mal, wie ihr euch vernünftig Gehör verschaffen könnt. Die Landes- und Kommunalpolitik ist doch schon aktiv in dieser Angelegenheit. Es könnte doch z.B. allen Politikern, die sich jetzt in die Sache einschalten, eine Petition der debitel- und Talkline-Mitarbeiter vorgelegt werden. Unser Wirtschaftsminister könnte mal darauf aufmerksam gemacht werden, dass keiner der Mitarbeiter bereit ist, dass ein Mann, der demnächst als Angeklagter vor Gericht zu erscheinen hat, weil er sich selbst die Taschen vollstopft, über ihr Schicksal im Unternehmen entscheidet.

Punkte, mit der man eine solche Petition untermauern kann, gibt es wohl reichlich. Meister Eckat ist ja kein Unschuldslamm.

- der Vorstand verlangt von den Mitarbeitern Einsparmaßnahmen hinzunehmen, hat aber selbst im letzen Jahr ein Aktienwertsteigerungsprogramm für sich und die Führungskräfte beschließen lassen, dass das Unternehmen bis zu 50 Millionen Euro kosten könnte (zwei Drittel sollen alleine auf Eckhard Spoerr und Axel Krieger entfallen)

- auch als kritische Aktionäre (z.B. Hermes) verlangten, dass der Vorstand selbst noch zur Vernunft komme und den Wert des Programms wenigstens reduziere, hat Spoerr das nicht eingesehen (dass das Programm aktuell wertlos ist, hat bei dieser dokumentierten Absicht der Selbstbereicherung nichts zu bedeuten)

- Eckhard Spoerr und Axel Krieger werden Anfang 2009 vor Gericht stehen, weil das Gericht die Anklage der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang zugelassen hat (trotz Unschuldsvermutung: eine Anklage wird dann zugelassen, wenn eine Verurteilung wahrscheinlich ist)

Alle Mitarbeiter, die ihre Zukunft sowieso nicht mehr bei freenet sehen, wenn nicht noch ein Wunder geschieht, könnten eine solche Petition ohne Bedenken unterzeichnen. All diese Mitarbeiter könnten sogar ein Misstrauensvotum gegenüber Spoerr aussprechen, welches dem Wirtschaftsminister und dem Aufsichtsrat zugeleitet wird.
Man könnte dem Wirtschaftsminister auch den Vorschlag machen, dass im Ministerium in Kiel eine geheime Abstimmung über ein Misstrauensvotum gegenüber dem Vorstand durchgeführt wird. Zur Abstimmung zugelassen wird jeder Mitarbeiter des freenet-Konzerns (Legitimation z.B. durch Vorlage der letzten Gehaltsabrechnung, Abstimmung aber anonym wie bei Bundestagswahlen).
Das Ergebnis wäre sicherlich vernichtend. Der überwiegende Teil der Mitarbeiter hat nämlich keine Lust, von diesem Vorstand und einer kleinen Clique überwiegend in Hamburg sitzender „Führungskräfte“ geführt zu werden.

Nehmt es in die Hand in Elmshorn! Momentan hören euch die Politiker.


(Ich dachte mir, die Wortmeldung wäre hier vorn auch ganz gut aufgehoben. Den Link habe ich nachträglich eingefügt.)





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