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17:02 Mittwoch, 12. November 2008
Legal, illegal, scheissegal - wer ordentlich Geld verdienen will, darf sich von Gesetzen nicht abschrecken lassen. Schon gar nicht von Kartellvorschriften. Das dachten sich auch einige Papiergrosshändler, die jahrelang munter ihre Preise absprachen. Bis einer von ihnen kalte Füsse bekam.
Nach Angaben des Ermittler hatten die Grosshändler zwischen 1995 und 2000 – außer in Bayern und Baden-Württemberg (den Schwaben war die Sache wohl zu heiss) – bundesweit Preisabsprachen für bestimmte Papiersorten getroffen.Die Absprache betraf den Verkauf von 800.000 bis 900.000 Tonnen Papier pro Jahr. Aufgeflogen war das Kartell Anfang 2000 dank der Hinweise eines Kronzeugen, der als Beteiligter damals von der so genannten Bonusregelung des Kartellamts Gebrauch gemacht hatte. Nun gab es vom Oberlandesgericht Düsseldorf die Quittung für die jahrelangen Preisabsprachen. Die Richter verhängten Geldbusssen in einer Gesamthöhe von rund 18 Millionen Euro. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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