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16:01 Montag, 27. Oktober 2008
Wir möchten Oliver Steil die Möglichkeit zu einem Interview geben. Die Fragen haben wir hier schon mal formuliert, so dass wir nur noch auf die Antworten von Oliver Steil warten.
Herr Steil, Ende September vernahm die erstaunte Öffentlichkeit, dass sie entgegen anderslautender Planungen nicht zum Vorstand der freenet AG bestellt wurden. In der Presse hieß es, es sei dabei zum Eklat gekommen. freenet-Vorstand Eckhard Spoerr nahm dazu wie folgt Stellung: „Oliver Steil wird auch weiterhin im Rahmen seiner debitel-Vorstandstätigkeit für unsere Gesellschaft tätig sein. Mit dieser geballten Kompetenz werden wir gemeinsam und in einem konstruktiven Dialog den neuen Konzern gut aufstellen und nachhaltig zum Erfolg führen.“Könnte es sein, dass ihre Kompetenz für Spoerr etwas zu viel des Guten war? freenet-Aufsichtsratschef Helmut Thoma ließ verbreiten, die Verhandlungen seien daran gescheitert, dass sie mit den finanziellen Konditionen nicht einverstanden gewesen seien und obwohl Thoma ihnen immer wieder mehr geboten habe, sie sich trotzdem nicht einigen konnten. Nach dem debitel-Kauf ist freenet hochverschuldet. Zudem wurde im letzten Jahr schon für die bisherigen Vorstände ein Aktienwertsteigerungsprogramm beschlossen, dass freenet bis zu 50 Millionen Euro kosten könnte. Konnten sie kein Verständnis dafür aufbringen, dass bei freenet nicht unbegrenzt Verfügungsmasse für überzogene Managergehälter ist? Im Anschluss haben sie dem Focus ein Interview gegeben, in dem sie Aufsichtsratschef Helmut Thoma und freenet-Chef Eckhard Spoerr massiv angegriffen haben. Sie haben behauptet, dass ihnen nie die Position angeboten wurde, wie sie zuvor vereinbart worden war. Was genau hat man ihnen denn angeboten? Auf ihr Interview mit dem Focus reagierte Helmut Thoma mit einer Gegendarstellung, und kündigte an, ein weiteres Gespräch mit ihnen zu führen. Nach dem offiziell verkündeten Ergebnis sind sie anschließend im besten Einvernehmen aus dem debitel-Vorstand ausgeschieden. Nach ihrem Interview im Focus sei wohl die Vertrauensbasis für eine Zusammenarbeit nicht mehr vorhanden gewesen. Das Interview war aber kein Anlass, sie aus wichtigem Grund fristlos und ohne Abfindung zu kündigen, oder? In einem Interview formulierte freenet-Chef Spoerr nun nebulös, dass man davon ausgehen solle, dass der Aufsichtsrat seine Version der Vertragsverhandlungen mit ihnen belegen könne. Andererseits haben sie ihre Version auch öffentlich dargestellt und so wie es scheint, durften sie mit einer Abfindung gehen. Könnte man sagen, die Abfindung wurde ihnen auch gezahlt, damit freenet-Chef Spoerr seine Version der Geschichte ungehindert verbreiten kann? Konnten Sie aus der Auseinandersetzung mit Spoerr so etwas Lehrreiches mitnehmen wie United-Internet-Chef Ralph Dommermuth? Was wünschen sie ihren ehemaligen Mitarbeitern bei debitel und Talkine für die Zukunft? XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX NEU:freies Diskussionsforum für debitel- und freenet-Mitarbeiter und deren Gäste: Die Kantine Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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