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08:04 Donnerstag, 31. Juli 2008
Das tolle Angebot der Profiwin GmbH ist es, dass sie Menschen automatisch für diverse Gewinnspielchen anmeldet und dafür dann Geld kassiert. Genauer gesagt: 5 Euro im Monat, die als etwas happigerer Betrag von 60 Euro für ein Jahr im voraus zu entrichten sind - bei einer Vertragslaufzeit von mindestens zwei Jahren! Ein tolles Geschäft! Aber offenbar noch nicht toll genug, um die erwünschten Umsätze zu erwirtschaften, und deshalb setzt man bei der Profiwin GmbH jetzt offenbar in großer Wahllosigkeit auf jeden nur verfügbaren Werbeplatz im Internet.
Der inhaltlich Verantwortliche eines lokalen Zusammenschlusses von Künstlern in Hannover staunte gewiss nicht schlecht, als ihm mit der Sackpost ein Brief mit einer angebotenen Kooperation ins Haus flatterte. Es stellte sich darin eine seit vielen Jahren am Markt etablierte Firma vor, die hohe Vergütungen für Werbeplätze zahle und eine "Linkpartnerschaft" anzubieten hatte. Diese ist die besagte Profiwin GmbH. Nun ja, wer sich in solch werblichem Briefe vorstellt, der will eben gewisse Vorstellungen erwecken. Dies misslingt jedoch gründlich, wenn mit diesen Worten eine Site von eher lokalem Charakter "geangelt" werden soll, die nach Angaben ihrer eigenen Betreiber im Normalbetrieb mal gerade 30 Leser am Tage erreicht. Auf welcher Grundlage da die "hohen Vergütungen" sprudeln sollen, bleibt rätselhaft. Auch erweckt ein auffälliger Verschreiber in der Anschrift den kaum wieder abzustreifenden Eindruck, dass das Adressmaterial für diese Massenpost entweder entgegen der dortigen Nutzungsbedingungen direkt von der DENIC e.G. geholt wurde, oder aber von einem fragwürdigen Adresshändler stammt, der sich aus dieser Quelle bedient. Der Serienbriefcharakter dieses Briefes zeigt sich allein darin, dass sogar auf die Angabe der Website verzichtet wurde, mit der angeblich eine "Partnerschaft" eingegangen werden sollte. Das ist umso erstaunlicher, als dass der Text des Briefes den Eindruck erwecken will, dass sich jemand die entsprechende Website auch angeschaut hätte. Kurzum: Es handelt sich um eine Werbeaktion, die nach meiner Ansicht genau den Eindruck von Seriosität und anständigem Geschäft erweckt, der zu solchen eher nutzlosen Angeboten passt. Diese Jagd nach Werbeplätzen wirkt schon recht wahllos. Allerdings hat sie auch die passende Antwort in Form eines Offenen Briefes eines Mitgliedes dieser Künstlergemeinschaft gefunden, sonst würde man von solchen Vorgängen ja gar nichts weiter mitbekommen als die überall verstreuten Links auf einen fragwürdigen Dienstleister. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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