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07:39 Mittwoch, 16. Juli 2008
Die meisten Journalisten in Deutschland finden den Sozialstaat ziemlich bah, weil aufgebläht und ineffizient. Aus Leitartikeln und Dossiers weht dem Leser nicht der Hauch eines Zweifels an dieser Annahme entgegen. Hinweise darauf, wie fragwürdig sie ist, sind dagegen gut versteckt.
Die FAZ etwa befand vergangene Woche in ihrem Seite-1-Leitartikel streng: “Die im Sozialsystem umverteilten Milliarden steigen zwar Jahr um Jahr an, doch sie erzielen nicht die erhoffte Wirkung. Natürlich ginge es vielen Menschen ohne Kinderzuschlag, Arbeitslosengeld II und Wohngeld noch viel schlechter. Doch gelingt es zu wenigen Hilfeempfängern, ihren Status in überschaubarer Zeit wieder zu verlassen.” Ähnlich klang es in einem langen Dossier mit dem Titel “Der asoziale Sozialstaat” in der Zeit: “Reflexhaft mehr Geld zu verteilen ist wieder in Mode. Von Juli an fließen über 40 Prozent des Bruttolohns in die Sozialkassen. Millionen Armen nützt das wenig.” Warum diese Kolumne so einen komischen Titel hat, steht im ecoblog... Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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