1984.boocompany.com
dotcomtod auf geht\'s auf oder ab abwärts übel leidend das wars wohl
Erste Seite | Die Idee | Boo melden | Ruhmeshalle | Kommentare
 

Menü
Erste Seite
Die Idee
Boo melden
Ruhmeshalle
Kommentare
Newsfeed
Forum
DCT Archiv
Kontakt

Galerien
Insider
Boo
Final

Booshaft
Baron
eCards
Intern
Echo
Kolumne
Presse

Bootanischer Garten

Login
Benutzername

Passwort

Registrieren
Passwort vergessen





Get the Klip for boocompany.com
Add to any service

Blogliste
Lanu
Don Alphonso
Che
Hal Faber
Pud
Girl
Strappato
Sven Scholz
Jens Scholz
Thomas Knüwer
Dr. Dean
Spreeblick
Lumma
Wirres
Markus Grill
Sethos

Bloghoster
Twoday.net
Blogg.de
Blogger.de

KPMG KPMG: Wirtschaftsprüfer im Siemens-Sumpf
BOO KPMG von cyriad

09:52 Donnerstag, 19. Juni 2008

„Er sieht sich in erster Linie als Opfer. "Man hat versucht, uns zu täuschen, wenn wir auf einer Prüfspur waren", sagt H. im Zeugenstand vor dem Münchner Landgericht. Er leitet heute jenes Team der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, das die Jahresabschlüsse von Siemens prüft. Auch zu den Zeiten, als bei Siemens heftig geschmiert wurde, war er schon dabei - und wie alle Mitarbeiter der KPMG muss er sich nun immer wieder die Frage anhören, ob er denn von den dubiosen Praktiken nichts gemerkt habe.“

„Allein zwischen 1999 bis 2006 betrug die Summe dubioser Zahlungen bei Siemens satte 1,3 Milliarden Euro.“

Die Wirtschaftsprüfer wollen nun also weismachen, dass sie für all die dahinter stehenden Zahlungen auch einen Verwendungsnachweis gefunden haben, der sie nicht stutzig werden ließ.

„Als Beispiel nennt H. eine E-Mail, die kursiert habe. Darin sollen die Siemens-Mitarbeiter angewiesen worden sein, die dubiosen "Provisionszahlungen" künftig als ungerade Summen zu leisten: "Die KPMG sucht nach glatten Beträgen."

Die Erklärung lautet also, weil Siemens dann in ungeraden Beträgen schmierte, war es für KPMG nicht mehr möglich, dahinter zu kommen?

„Und über beleglose Bargeldzahlungen von vier Millionen Euro nach Nigeria, die der KPMG 2003 auffielen, habe man unter anderem den damaligen Finanzvorstand des Konzerns, Heinz-Joachim Neubürger, informiert. Dieser habe damals "zum Ausdruck gebracht, dass wir den Sachverhalt aufklären sollen", auch die Rechtsabteilung sei laut Unterlagen mit einer Untersuchung beauftragt worden. Das Ergebnis: "Uns wurde dann erklärt, das seien Zahlungen für Baukassen in Nigeria, das sind Bargeldbestände auf großen Baustellen", so Zeuge H.“

Natürlich, in einem Land mit einer so geringen Kriminalität wie Nigeria ist Bargeld auf Baustellen gut aufgehoben.

„H. berichtet auch, Neubürger habe sich einmal bei ihm beschwert, "wir würden auf den Gängen behaupten, bei Siemens würde bestochen". Er habe daraufhin versichert, dass er dies abstellen werde, falls dem so sei.“

Was möchte H. uns denn damit sagen? Dass er das Gerede über Korruption lieber abstellte, als nachzuforschen, worauf sich ein solches Gerede begründete? In einem früheren Bericht der Süddeutschen Zeitung über KPMG im Fall Siemens heißt es, dass ein junger KPMG-Mitarbeiter merkwürdige Zahlungen entdeckt hatte. Doch es wurde nur „dieses Thema im Sinne von Siemens mit einer Führungskraft der KPMG besprochen. Danach habe sich eine KPMG-Mitarbeiterin für den Übereifer ihres jungen Kollegen entschuldigt.“

Kann man den Aussagen H.´s nun Glauben schenken? Würde man aus der Lebenserfahrung heraus nicht eher annehmen, dass es so wahr, dass junge Prüfer tatsächlich auf merkwürdige Vorgänge gestoßen sind, die von den älteren Prüfern schon jahrelang nur noch abgenickt wurden und diese ihre jungen, übereifrigen Kollegen zurückpfiffen? Und dass eben diese jungen Kollegen sich dann auf dem Flur zu Recht zugeflüstert haben, dass Siemens der abolute Schmiergeldsumpf sei, es aber niemand sehen wolle?

Liegt es vielleicht daran, dass KPMG alleine im Jahr 2005 Honorare in Höhe von 74,8 Millionen Euro bei Siemens in Rechnung stellen konnte? Ein solches Mandat verliert keine Prüfungsgesellschaft gerne.

Aber da die neue Siemens-Führung es sich nicht erlauben kann, auf irgendwelche alten Gentleman´s Agreements mit KPMG Rücksicht zu nehmen, muss KPMG sich eben solche abenteuerlichen Erklärungen einfallen lassen, wie sie von H. nun vor Gericht vorgetragen wurden.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: KPMG: Wirtschaftsprüfer im Siemens-Sumpf (wolodja)
KPMG heisst ja nicht umsonst:

Keiner
Prüft
Mehr
Genau

:-)

Re: Re: KPMG: Wirtschaftsprüfer im Siemens-Sumpf (cyriad)
Da KPMG das Siemens-Mandat schon seit 1931 hat und es den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer auch erst seit 1931 gibt, müsste es dann aber eigentlich heißen: KPMG hat noch nie genau geprüft :-)




Suche

Ältere Artikel
19. November
·G+J bestätigt Kahlschlag
·Tabula rasa bei der G+J-Wirtschaftspresse (Update)
·Ecki Spoerr: Ich mach' mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt
18. November
·BooCompany: Kleine Leserumfrage (Update)
·onsari: Das war es dann wohl
·Gruner + Jahr: Adieu Capital und Co.
14. November
·Baron der Woche: Robert Basic
13. November
·elbeteam-Nachfolger cobu pleite?
12. November
·Ding Dong Kazzong
·Papiergroßhandel: Absprachegemäß verurteilt

 
Sämtliche Logos und eingetragene Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer.
Für den Inhalt der gemeldeten Nachrichten, der Kommentare und der gesetzten Links, ist der Initiator des betreffenden Beitrages verantwortlich.