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07:57 Samstag, 31. Mai 2008
Der Fürther Verlag Computec Media stellt sein Windows-Vista-Magazin ein. Wegen der viele Probleme des Betriebssystems blieben dem Magazin die Leser weg. Die letzte Ausgabe erscheint im Juni 2008. Die Zielgruppe sei "einfach zu klein, um rentable Vertriebszahlen zu erwirtschaften" [...] "Die Entscheidung zur Einstellung von "Windows Vista: Das Offizielle Magazin" wurde wesentlich dadurch beeinflusst, dass Windows Vista als Betriebssystem die hohen Erwartungen bis heute nicht erfüllt hat."
Haben anfangs nur Skeptiker und Linux-Terroristen den Namen des Systemes als "Hasta la Vista" verstanden, so ist mittlerweile wohl vielen Menschen schon etwas klarer, dass ein Betriebssystem nicht nur dazu da ist, seinen Benutzern mit einer gleichermaßen coolen wie infantil gestalteten Oberfläche ein "Wow!" zu entlocken. Warum sollte ein Mensch von einem einigermaßen robusten System wie 2000 oder XP auch zu Vista wechseln? Breit gestreute 3D-Effekte und eine Bedienoberfläche, die nur beim Hinschauen zeigt, dass viele ihrer Ideen von MacOS X abgekupfert wurden, sind da offenbar kein Argument. Schon gar nicht, wenn einem die vielen kleinen Problemchen und die dickeren Patzer den Alltag mit dem System vergällen. Kein Wunder, dass mit den wenigen Anwendern, die sich dennoch für den täglichen Betrieb ihres Rechners unter Vista entschieden haben, kein großes Geschäft zu machen ist. In gewisser Weise handelt Microsoft am Markt genau umgekehrt wie die Web-2.0-Blasenschläger. Wo letztere im Beta-Stadium auftreten und sich das große Geld im Rattern der Serverplatten erhoffen, dort versucht Microsoft seine Anwender von einem leidlich erträglichen Produkt ausgehend von einer unausgeorenen Beta-Bugware zu überzeugen. Einfach nur wegen des "Wow". Vermutlich wird der - zu Recht - eher geringe Markterfolg dieser Beglückungsidee schon zu ganz anderen Interjektionen in Redmond geführt haben. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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