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14:44 Montag, 19. Mai 2008
"Vertrauen ist der Anfang von allem", so lautet eine alte Weisheit der ehrenwerten Gesellschaft. Und genau dieses Vertrauen könnte John Lilly verspielen, wenn er mit den Gedanken spielt, das Nutzungsverhalten von Firefox-Usern auszuspionieren.
Firefox lebt davon, daß Menschen diesem Browser mehr vertrauen als anderen Browsern. Daß es weniger Sicherheitslücken gibt als anderswo. Daß der Browser sicherer ist. Dieses Vertrauen könnte nun durch die Gedankenspiele stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Und was nützt ein Produkt, das niemand nutzen muß und zukünftig auch niemand mehr benutzen mag, weil man nicht sicher sein kann, was mit den Meta-Daten des eigenen Surfens angestellt wird? Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Mozilla Firefox bald mit Schäubleware? (Enttäuscht)
Ich bin vom FF schon enttäuscht, seit ich von den netten DOM-Cookies erfahren habe. Fette 5 MB-Cookies, die sich nicht über den Cookie-Button löschen lassen und in der Cookie-Verwaltung gar nicht erst angezeigt werden. Sicher auch meine eigene Schuld, weil ich mir die Änderungen nicht so genau durchgelesen habe, als ich auf FF2 gewechselt habe, aber das war was, was ich vom IE erwartet hätte. Man kann das über about:config ausschließen, aber das Vertrauen ist dahin. Und jetzt werde ich mich intensiv nach was Neuem umschauen.
Re: Mozilla Firefox bald mit Schäubleware? (Digital Tom)
Na ja, wenn man sich den referenzierten Text ganz durchliest, hört sich das halb so schlimm an. Es soll eine Opt-in-Funktion geben, die erlaubt, dass die Nutzerdaten anonymisiert für Webtrackingzwecke benutzt werden dürfen. Der Nutzer muss dem also explizit zustimmen, sonst werden seine Daten nicht getrackt. Das finde ich im Vergleich zu den üblichen Praktiken von Google, Microsoft und Konsorten sehr anwenderfreundlich.
Re: Re: Mozilla Firefox bald mit Schäubleware? (wolodja)
Zum Glück kann man ja den Source-Code patchen. Vielleicht wird das Projekt auch schlicht und einfach geforkt.
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