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09:48 Mittwoch, 16. April 2008
Es gibt zu viele Journalisten in Deutschland, die keinen Arsch mehr in der Hose haben. Zu viele, die sich im Sumpf von Werbung, Schleimerei, Geld und Abhängigkeiten wohlfühlen. Zu viele, die vergessen haben, was Recherche ist. Zu wenige, die noch wissen, wie es sich anfühlt, jemandem auf die Füße zu treten. Die ZEIT hatte mit Susanne Härpfer eine freie Mitarbeiterin, die noch weiß, was Journalismus sein soll. Die ZEIT verzichtet auf eine weitere Zusammenarbeit - weil ein Politiker es so wollte.
Und es ging dabei nicht mal um eine erneute Diätenerhöhung, die sich unsere satten Laffen genehmigt haben, sondern um die Wahrung des Briefgeheimnisses. SCHÄMT EUCH! Update: Die ZEIT nimmt Stellung. Klärt es das? Susanne, sag was! :-) Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Kein HEISE! Nie wieder! (2. Update) (Peter_H)
Tja, so einfach ist es nicht mehr. Heise ist ja manchmal nur noch eine Karikatur von dem, was es mal war. Und Burks sowieso ein Chaot.
Wenn es danach geht, daß irgendwo irgendwelche Artikel nicht erschienen sind, dann müßten sehr viele Journalisten viel größere Kämpfer sein als diese Susanne...
Re: Re: Kein HEISE! Nie wieder! (2. Update) (lanu )
geht's wirklich nur um einen nicht erschienenen artikel?
und willst du mir wirklich sagen, dass es keine einflussversuche von politikern auf journalisten gibt?
Re: Re: Re: Kein HEISE! Nie wieder! (2. Update) (Peter_H)
Natürlich gibt es die. Aber da ist man gerade bei Heise sehr scheinheilig. Da macht man einerseits einen verdienten Redakteur fertig, weil er es gewagt hat, eine Einladung des Bundespresseamts wahrzunehmen. Zahlt selbst keine Spesen, schreit dann aber "Korruption" wegen einer Gruppenfahrkarte. Weil bei Heise Redakteure ihre Spesen privat zu zahlen haben, der Verlag zahlt sie nicht, aber sie dürfen sich auch nicht einladen lassen. Albern. Mein Arbeitgeber zahlt mir meine Dienstreisen.
Und andererseits können freie Autoren dann wiederum herumkungeln, mit wem sie wollen. Und das müssen sie ja auch, oder glaubst Du, von den Honoraren kann jemand leben? Mit der miesen Bezahlung freier Schreiber ist die Korruption doch von vornherein eingebaut! Das ist allerdings kein spezielles Heise-Problem. Nur bin ich immer sehr mißtrauisch, wenn ein Medium mit dem Finger auf ein anderes zeigt. Oder ein Journalist oder Blogger. Oft krähen die am lautesten, die selbst am Korruptesten sind. Ist wie bei den Pfarrern und dem sexuellen Mißbrauch.
Re: Re: Re: Re: Kein HEISE! Nie wieder! (2. Update) (lanu)
ok. wir haben hier also ein zusätzliches heise-problem
Re: Keine ZEIT! Nie wieder! (Update) (MedienGuerilla)
Passend dazu würde ich schreiben wie Immanuel Kant, Philosoph aus Königsberg - Das Bücken und Schmiegen vor einem Menschen ist in jedem Fall eines Menschen unwürdig. Wer sich zum Wurm macht, kann nachher nicht klagen, dass er mit Füßen getreten wird.
mfg Dirk alias MedienGuerilla |
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