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09:22 Sonntag, 17. Februar 2008
Nun ist es also soweit - die SPIEGELnet GmbH hat ihr Geschäft mit bezahlpflichtigen Inhalten de facto aufgegeben. Nicht, weil man an der Brandstwiete so überaus userfreundlich ist, sondern weil es nicht funktionierte - trotz erheblicher Summen, die man in den vergangenen 7 Jahren in diesen Bereich investierte.
Über den viel gescholtenen neuen SPIEGEL-Geschäftsführer Mario Frank kann man ja sagen, was man will, aber wenigstens ist er ehrlich. Über den endgültigen Abschied vom Paid Content auf den Plattformen der SPIEGELnet GmbH sagte er in einem Interview mit WuV: "Unser Archiv hat mit Hängen und Würgen pro Jahr 80000 bis 90000 Euro Erlöse mit Bezahltinhalten gemacht. Ich kenne keine Beispiele, wo das nachhaltig funktioniert." Der Mann hat recht - aber das hätte man auch früher wissen können ... ;-) Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: SPIEGEL: Grandios gescheitert mit Bezahl-Content (Peter_H)
"Who wants yesterdays papers?Who wants yesterdays girl?"
Es war eine reichlich blöde Idee, aktuelle Nachrichten gratis abzugeben und für alte Geld zu verlangen. Umgekehrt hätte man es ja noch nachvollziehen können...(auch wenn es angesichts der Konkurrenz nicht gegangen wäre). Vermutlich war das aber nicht dei Entscheidung desjenigen, der nun das Scheitern verkündet hat. Und für alte SpOn-Atikel angekündigt war es ja schon länger. Daß nun auch der Prntspiegel frei ist, dürfte dagegen eher am Vorpreschen des Focus liegen als an plötzlichen Einsichten.
Re: Re: SPIEGEL: Grandios gescheitert mit Bezahl-Content (Maxxximus)
Richtig, die strategisch fragwürdige Entscheidung, massiv auf bezahlten Content zu setzen, haben andere Mitarbeiter des Hauses getroffen. Sie sind aber immer noch in Amt und Würden, während verdiente Mitarbeiter wie Geschäftsführer Seikel und Spiegel-Chef Stefan Aust auf höchst unwürdige Art und Weise in klassischer Heckenschützenmanier abgeschossen wurden.
Re: Re: Re: SPIEGEL: Grandios gescheitert mit Bezahl-Content (sirturbo)
Verdiente Mitarbeiter wie Aust?
Reden wir von jenem Aust, der bereits kurz nach dem Tode Augsteins damit begann, den Spiegel auf Focus-"Niveau" zu bringen?
Re: SPIEGEL: Grandios gescheitert mit Bezahl-Content (Friedhofsgärtner)
Ja, schon. Was man halt so unter "erfolgreich" versteht...
;o)
Re: Re: Re: Re: SPIEGEL: Grandios gescheitert mit Bezahl-Content (Maxxximus)
Geschenkt. Klar hat Aust den SPIEGEL teilweise auf Focus-Niveau gebracht, aber das ist immer noch besser als das, was bei Spiegel online passiert ist, wo das Niveau zugunsten der Quote konsequent auf BILD.de-Niveau getrimmt wurde.
Re: Re: Re: Re: Re: SPIEGEL: Grandios gescheitert mit Bezahl-Content (sirturbo)
teilweise ist gut... ich war selber mal Abbonent von beiden, den Focus für den Überblick und was interessant war konnte man im Spiegel vertiefen...
Dann bekam der Focus noch mehr Bilder und noch weniger Text und flog raus... Und dann kam Aust... und schon nach 14 Tagen begann das ganze nach Springerpresse zu riechen, seicht, faktenlos, viel Meinung... Und auch noch zeitgeistnah insm-lastig... Wenn der Spiegel wenigstens irgendwas Ausgefallenes propagiert hätte - aber davon gab wirklich schon mehr als genug... In Anbetracht dessen, daß der spon zu einem guten Teil auf Beiträgen für die Print-Ausgabe basiert - da sehe ich schon gewisse Zusammenhänge auch mit Herrn Aust... Allerdings wird es langsam Zeit wieder Inhalt reinzubringen, die Ausrede ist jetzt ja weg^^ Schaun mer mal...
Re: Re: Re: Re: Re: Re: SPIEGEL: Grandios gescheitert mit Bezahl-Content (Maxxximus)
Natürlich sollte man die Hoffnung nie aufgeben, aber ob sie berechtigt ist, steht auf einem anderen Blatt. Immerhin sitzt jetzt ausgerechnet der Mitarbeiter in der SPIEGEL-Chefredaktion, der SPIEGEL online binnen weniger Jahre auf BILD.de-Niveau getrimmt hat.
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