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20:20 Samstag, 09. Februar 2008
Die Jobcenter machen ernst mit dem Hartz-Reformgrundsatz "Fordern und fordern": Innerhalb eines Jahres haben die Sanktionen der Jobcenter gegen Hartz-IV-Empfänger um mehr als 58% zugenommen, meldeten dieser Tage die Wirtschaftszeitungen. In Bayern ist die Quote der Bestraften besonders hoch: Dort wurden 3,8% der Langzeitarbeitslosen die Leistungen gekürzt, im Bundesdurchschnitt waren es nur 2,7%.
Was sagen diese Zahlen aus? Sind Bayerns Langzeitarbeitslose überdurchschnittlich faul? Oder trifft eher die Interpretation der FR zu, dass die Job-Center in Bayern "besonders streng" sind? Schwer zu sagen. Halten wir uns einfach an das Offensichtliche: In Bayern lebten im vergangenen Jahr überdurchschnittlich viele Langzeitarbeitslose – zumindest zeitweise – unter dem Existenzminimum. Herzlichen Glückwunsch, Bayern! Mit Hilfe dieser Zahlen können wir übrigens endlich das Rätsel lösen, was es mit der vielzitierten "Liberalitas Bavariae" auf sich hat. Das steht im ecoblog... Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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