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12:36 Dienstag, 15. Januar 2008
Die Milliarden flossen reichlich und die Ergebnisse der Studie kamen nicht gelegen. Also wurden die Daten unter Verschluss gehalten und manipuliert. Doch die amerikanische Presse hakte nach. Vor Weihnachten leitete der amerikanische Kongress eine Untersuchung ein. Gestern kam dann die Stunde der Wahrheit. Das Medikament, mit dem Milliardenumsätze erzielt werden und das möglicherweise leberschädlich ist, ist ohne jeden Nutzen.
Nachdem das Konzept "medikamentöse Erhöhung des (sog. guten) HDL-Cholesterins" bereits im vergangenen Jahr in einem Desaster für Pfizer endete, erlebt nun das Konzept "medikamentöse Senkung des (sog. schlechten) LDL-Cholsterins" eine ähnlich spektakuläre Bauchlandung. Es zeigt sich keinerlei Nutzen für die Patienten, tendenziell erhöht sich sogar das Risiko für arteriosklerotische Ablagerungen und Herzinfarkte. Die einzige Wirkung von Ezetrol/Inegy besteht darin, dass der LDL-Laborwert stärker abgesenkt wird und damit den sogenannten "Zielwerten" angenähert wird. Diese "Zielwerte" wurden originellerweise von neun Experten festgelegt, von denen acht finanzielle Zuwendungen durch die Ezetrol/Inegy-Hersteller Merck & Co. und/oder Schering-Plough einräumen mussten. (Hinweis für Pressevertreter auf der Suche nach einem Interviewpartner in einem werberelevanten Umfeld: Die folgenden deutschsprachigen Experten, die in den letzten Jahren auf Werbesymposien von MSD und Essex-Pharna für Ezetrol und Inegy aufgetreten sind, obwohl für diese Präparate keinerlei Patientennutzen belegt war, werden die Ergebnisse der Studie möglicherweise anders interpretieren; Professor Frank Baer, Köln; Professor Klaus von Bergmann, Bonn; Professor Christoph Bode, Freiburg; Professor Hans-Willi Breuer, Görlitz; Professor Jan Galle, Würzburg; Professor Markus Haass, Mannheim; Professor Dirk Müller-Wieland, Düsseldorf; Professor Heyo Kroemer, Greifswald; Professor Wilhelm Krone, Köln; Professor Ulrich Laufs, Homburg/Saar; Professor Gerald Maurer, Wien; Professor Achim Weizel, Mannheim; Professor Dirk; Müller-Wieland, Düsseldorf; Privatdozent Georg Nickenig, Homburg an der Saar; Professor Jürgen Schäfer, Marburg) Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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