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19:59 Sonntag, 13. Januar 2008
Der baden-württembergische Ministerpräsident outet sich als Opfer von Gewalt im Fernsehen. Wörtlich verlautbart er: „Ich habe in der Tat mit Super RTL und RTL II zwei Sender angesprochen, bei denen ich eine Zunahme und damit eine für mich schädliche Entwicklung bei der Qualität der gezeigten Sendungen sehe.“. Na, das erklärt dann wohl auch seine verzerrte Wahrnehmung des NS-Täters Filbinger: Eine für ihn schädliche Qualität von Fernsehsendungen hat sein Bewusstsein getrübt, oder wie haben das zu verstehen?
Jedenfalls hat die gestelzte Sprache etwas leicht Verwirrtes, oder zumindest einer eindeutigen und festnagelbaren Stellungnahme sich von der Grundtendenz her permanent Entziehendes: "„Es gibt Programme, die in einigen Sendern verstärkt kommen, von denen ich erhebliche Gefahren für die Erziehung der Jugend ausgehen sehe“, was aber kein Grund sei, jetzt eine Zensur ausüben zu wollen, die ja eh nicht stattfinde. Statt dessen appellierte er an die Wirtschaft, die als Werbekunden ja Einfluss auf die Programmgestaltung habe, hinsichtlich nichtgewaltverherrlichender Fernsehsendungen ihren Einfluß geltend zu machen, weil die Politik da eh nichts machen könne. Geiler hat wohl kaum jemand einen staatsphilosophischen bzw. auch staatsrechtstheoretischen Super-GAU hingelegt, und er merkelt es nicht mal. Bei alldem deckt er auch noch unfreiwillig auf, indem er Ross und Reiter nennt und sich als den Gerittenen darstellt - die Wirtschaft hat das Sagen, nicht die Politik, und die Werbekunden bestimmen den Inhalt der Sendungen. Wofür Adorno Hunderte von Seiten brauchte, dass schafft Ötti in einen paar schlichten, wenn auch leierig formulierten Sätzen. Echt toff, ey. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Öttinger quasselt sich mal wieder um Verstand und Verantwortung (redsector)
Das ist das Problem wenn der Schwabe hochdeutch redet.
Gemeint hat er auf gut schwäbisch: RTL isch sch***e. Das hätte er aber lieber für alle Privatsender sagen sollen, dann täte es auch stimmen sollen... |
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