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Vanity Fair Vanity Fair: Last Exit Borderline für Posch
BOO Vanity Fair von FoolDC

13:43 Freitag, 11. Januar 2008

Aufregung in der Berliner Bussi-Szene. Unser liebster Mitte-Boy Ulf Poschardt ist nicht mehr Chefredakteur der Vanity Fair. Auf eigenen Wunsch, wie es auf Verlagsseite offiziell heißt. Doch sind sich einschlägige Medien einig: freiwillig ist der Posch nicht gegangen.

"Poschardt muss gehen" titelt der Mediendienst kress.de. Auch der Turi geht davon aus, dass Bernd Runge dem so stilbewussten wie eitlen Chefredakteur "bei der Entscheidungsfindung sehr behilflich war": der Condé-Nast-Chef hat Poschardt "gefeuert" und es sich offenbar nicht nehmen lassen, der Redaktion diese frohe Botschaft persönlich zu überbringen.

Knapp ein Jahr nach dem Launch des prestigeträchtigen Projekts kann man das Projekt Poschardt als gescheitert betrachten. Der an der journalistischen Borderline nicht unerfahrene Pop-Doktor hat die auf bescheidene Höhe gehängte Auflagenvorgabe dank Marketingbudget, Sonderverkauf und Dumpingpreisaktionen zwar locker genommen, das vollmundige Relevanzversprechen aber nie eingelöst. Statt wie das große US-Vorbild die Debatte mit Scoops zu prägen, landete die Vanity Fair nur mit ein paar Halb-Skandälchen auf den Titeln der anderen Glossy-Titel.

Die Vanity Fair ist nur eine weitere Hochglanz-Luftnummer unter vielen. Es ist also folgerichtig, dass jetzt Glamour-Chef Nikolaus Albrecht das Ruder übernehmen soll, bis ein Nachfolger gefunden ist. Das so eine Doppelnummer funktionieren kann, hat die von Andreas Petzold geleitete Notoperation bei der Park Avenue gezeigt: das Hamburger Heft ist inzwischen die bessere Vanity Fair.

Unter den Linden, in den weißen Redaktionsräumen, wird sich die Trauer in Grenzen halten. Poschilein soll so seine Schwierigkeiten mit der Mitarbeiterführung gehabt haben, behaupten böse Zungen. Schon vor dem Start waren ihm die ersten der extra gecasteten Edelredakteure wieder abhanden gekommen.

Was Posch Spice jetzt macht, weiß noch keiner so genau. Außer der Welt. Die hat schon vor Weihnachten treffsicher orakelt, dass Poschardt gehen würde, hatte damit allerdings erst im August gerechnet: "Vanity-Fair-Chefredakteur Ulf Poschardt löst Guido Westerwelle ab und wird Generalsekretär der FDP."





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