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21:17 Freitag, 04. Januar 2008
Nach langem, schweren Leiden, vor allen Dingen an der Unfähigkeit und Wurstigkeit der eigenen Sysadmins, hat die Blogging-Site GreatestJournal heute ihren Usern empfohlen, ihren Blogs und Communities anderswo eine neue Heimat zu suchen.
Was war passiert? Im Frühjahr und Frühsommer hat die Mutter aller Journal-Sites, LiveJournal, seine User sehr verschreckt, indem man nach der Liste einer Gruppe christlich-fundamentalistischer Internet-Säuberer User und Communities gelöscht hat, mit dem vagen Generalverdacht auf 'Kinderpornographie'. Daraufhin sind viele User und Communities, vor allem aus dem Bereich 'Fandom', zu anderen Diensten abgewandert, die alle auch die (Open-Source-)Codebasis von LiveJournal verwenden. GreatestJournal schien dabei besonders viel zu bieten -- unbegrenzte User-Icons, keine Kosten für irgendwelche Features, finanziert über GoogleAds. Nur hatte GJ leider ein technisch-menschliches Problem: derjenige, der es 2003 aufgesetzt hatte, hat sich seither nicht mehr wirklich drum gekümmert; Probleme wurden von einem minimalen Support-Staff aus schlecht trainierten Affen gehandhabt; und was am Schlimmsten war: GreatestJournal war ein 'closed fork', also eine Weiterentwicklung der Sodebasis, die ihrereseits nicht mehr publiziert worden ist -- illegal unter GPL, und technisch in sofern schlecht, als daß niemand, der irgendwelche Ahnung hat, noch eine Chance hätte, in die Technik einzugreifen, um die Site zu retten. Nachdem Ansturm der LJ-Flüchtlinge im Sommer fing GJ massiv das Wackeln an, und die schlecht trainierten Affen warfen vage mit Bananen nach Datenbankproblemen und Serverausfällen. Man kann halt nun doch nicht fast fünf Jahre lang eine Site betreiben, ohne gelegentlich Gehirnschmalz hineinzustecken.- Heute hat man endlich zugegeben, daß die Probleme weder zu lösen sind, noch man die geringste Lust hat, es auch nur zu versuchen.- Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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