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VW VW: Die merkwürdigen Erklärungen des Herrn Piech
BOO VW von cyriad

10:07 Montag, 17. Dezember 2007

Bei VW sorgt derzeit ein Brief (*.pdf) für Wirbel, der den Oberpatriarchen Ferdinand Piech schwer belasten könnte. Nun wird gegen den Verfasser, einen ehemaligen VW-Mitarbeiter, scharf geschossen.

Zunächst wurde bei VW nicht bestritten, dass man Kenntnis von diesem Brief habe. Stattdessen verwirrte man mit Aussagen, dass der Brief sich mit vollkommen anderen Dingen beschäftige, die gar nichts mit Puffreisen, Bestechungen von Betriebsräten etc. zu tun haben. Zu den "anderen" Dingen des Briefes habe man sogar die Konzernrevision in Gang gesetzt, dabei sollen sich die Vorwürfe des damaligen VW-Mitarbeiters jedoch überhaupt nicht bestätigt haben.

Im nächsten Schritt versuchte VW, den Ex-Mitarbeiter und Verfasser des Briefes als dreisten Erpresser darzustellen, dem es nur darum ginge, Druckmittel für ein Verfahren aufzubauen, dass er gegen VW führe. Dabei geht es um Arbeitnehmererfindungen, für die der Ex-Mitarbeiter die rechtmäßigen Patente hält und für die VW ihm noch nicht einen einzigen Cent gezahlt hat. Stattdessen wurde er rausgeworfen.

Nun wird die Geschichte aber noch besser: am Wochenende ließ VW über den Spiegel verbreiten, dass man den Brief für eine Fälschung halte. Die außerordentlich korrekt arbeitende VW-Revision könne in ihrem Posteingangsbuch keinen Hinweis auf den besagten Brief finden – ergo kann dieser niemals bei VW eingegangen sein. Piech kann somit nichts von den Millionenausgaben seines Sündenbocks Peter Hartz in Bordellen rund um den Globus gewusst haben und seine Hände weiterhin in Unschuld waschen.

Fraglich bleibt allerdings, wie VW die Widersprüche erklärt, dass man den Brief vor zwei Wochen gekannt hat und wie die Handschrift des Abteilungsleiters der VW-Konzernrevision auf diesen Brief gelangt ist. Zudem hatte Ferdinand Piech bei der VW-Hauptversammlung im Jahr 2003 den Aktionären erklärt, dass das Ergebnis der Revision mit eben besagtem Mitarbeiter erörtert worden sei. Wie konnte Piech das denn erklären, wenn er heute noch nicht mal den Brief kennen will?

Vielleicht hat Ferdinand Piech selbst dazu noch eine wundersame Erklärung, wenn er am 9. Januar als Zeuge bei Gericht erscheinen soll. Ein Piech kann ja scheinbar sogar Dinge erörtern, von denen er gar keine Kenntnis hat.





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