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14:55 Samstag, 17. November 2007
Stefan Aust wird den Spiegel verlassen. Früher als geplant. Und nicht ganz freiwillig.
Die Entscheidung kam durch die kalte Küche: Während Stefan Aust im Urlaub war, fiel die Entscheidung. Und Aust als Betroffener erfuhr's am Telefon. Sieht aus wie ein gut geplanter Hinterhalt... Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: SPIEGEL: Aust der Traum (Maxxximus)
Der Rausschmiss war absolut stillos, keine Frage, aber das kann im Ernst niemanden überraschen, der die Gepflogenheiten des Hauses kennt. Aust ist schliesslich nicht der Erste, der hinterrücks gemeuchelt wurde. Der SPIEGEL-Konzern war immer ein Hort der Intrigenwirtschaft, und daran wird sich wohl auch nichts ändern. Abgesehen davon ist die Kritik an Aust nicht ganz unberechtigt. Der SPIEGEL wurde in den letzten Jahren immer flacher und beliebiger, und gleiches gilt für die Portale der SPIEGELnet GmbH, die konsequent auf Boulevard-Kurs steuern, um ihre Quote nach oben zu treiben.
Re: Re: SPIEGEL: Aust der Traum (Siga)
> Der SPIEGEL-Konzern war immer ein Hort der Intrigenwirtschaft,
Das ist fast jeder Ort wo es um Macht geht. Dafür müsste es halt "neue"/angemessenere/wirksamere Organisationsformen geben. > Der SPIEGEL wurde in den letzten Jahren immer flacher und beliebiger, und gleiches gilt für die Portale der SPIEGELnet GmbH, die konsequent auf Boulevard-Kurs steuern, um ihre Quote nach oben zu treiben. Machen andere auch. Die meisten sind nur dpa/...-Pressemitteilungsweiterleiter ohne Ziel. Bei heise.de gibts auf der Hauptseite die PR-Maschinerie, in der "Unterabteilung" Telepolis die interessanteren (wenn auch teilweise gefärbten) Artikel. Dort "tarnt" man das gute mit Mainstream. Besser wird die Welt/die Presse/Deutschland/was-auch-immer davon leider aber nicht. Und bei Spiegel-Online findet sich neben dem Mainstream auch informativeres/journalistisch hochwertigeres als Frisurentips/Freizeittipps für Minister/Hotelerbinnen o.ä. So gesehen scheint mir z.B. der Focus verachtenswerter, weil er gezielt den angepassten Opportunisten anspricht und ihm hilft, kritiklos/moralfrei den größten Eigenprofit zu schlagen. Das ist aber nur meine subjektiver Eindruck weil ich Spiegel/Focus nur beim Arzt lese. Und wenn man z.B. als Spiegel wirtschaftlich gegen den Fokus oder Onlinepublikationen bestehen will, muss man überlegen wie man Leser bindet und zurückgewinnt bzw. nicht erst verliert. Die Mainstreamifizierung ist für Alt-Abonnenten unangenehm. Unangenehmer wäre aber praktisch gar keine Kritik mehr wie z.B. in der ct-Zeitschrift von Heise die als Kaufberatung super ist, aber wenig "wir wollen foo bar besser machen" bietet, obwohl sie aufgrund der Leserstruktur und hohen Leserzahl (Zeitschrift und www.heise.de) problemlos auch nur als Kondensationspunkt/Inkubator für Ideen reichen würde, während andere (freiwillig) die Arbeit machen und heise ausser "Projektbegleitung/Bieten eines Rahmens" keine nennenswerten Investitionen/Aufwand tätigen müsste.
Re: Aust weg - Chance für die Zukunft? (sirturbo)
Also die Art mit der Aust abserviert wurde erinnert mich irgendwie an die Art mit der Aust mit dem alten Sturmgeschütz der Demokratie und mit der Wahrheit umging - reichlich mieser Stil...
Nur das Aust das auch nicht besser verdient hat. Bleibt nur die Frage ob es besser wird... Wenn MarkigeWorthe ihm an die Seite springt... Nunja, Focus und Qualität ist ja auch nicht unbedingt ohne Negator in einem Satz unterzubringen... Vielleicht erwischt es ihn ja auch - den Mister "f*. f*. Und immer auf die Leser sch*"... Hmm, vielleicht muss ich ja bald wieder ein Spiegelabo im Etat unterbringen:) |
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