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20:22 Montag, 03. September 2007
Siemens hat zum ersten Mal einen Prozess gegen einen ehemaligen BenQ-Mobile-Mitarbeiter verloren. Der früehre Betriebsrat schaffte es, dem gericht glaubhaft zu vermitteln, daß die Mitarbeiter beim Betriebsübergang unzureichend informiert wurden. Ähnlichen Prozessen stehen nun Tür und Tor offen.
Während meiner urlaubsbedingten Abwesenheit hatte sich ja Siemens so dermaßen mit Unruhm bekleckert, daß ich sogar in No Computer Land im Autoradio davon hörte, ohne angemessen spotten zu können. Diese schwarze Kassen in Liechtenstein, die damals entdeckt wurden, könnten sie jetzt gut brauchen. Denn wenn dieser Betriebsrat einen Vergleich von über 60.000 Euro ausgeschlagen hat, um vor Gericht zu gewinnen, dann heißt es im Umkehrschluß, daß Siemens den potentiellen Schaden bei Prozessverlust (jetzt eingetreten) wesentlich höher ansetzt, sonst hätten sie ihm nicht so viel geboten. Wenn dieser eine Mitarbeiter beim Verkauf and BenQ nicht ordentlich informiert wurden, dann hätten nämlich noch eine ganze Reihe Leute mehr Anspruch auf eine Wiedereinstellung beim Mutterkonzern. Kaum wird Siemens diese Leute alle zu einem vergleichbaren Gehalt wieder unterbringen und beschäftigen können und wollen. Nochmal als Wiederholung - erst hatte man die Leute an die Taiwanesen verkauft, dann wurde der Laden von denen an die Wand gefahren, und jetzt haben diese gebeutelten Lohnsklaven auch noch die Frechheit, gegen den Mutterkonzern zu klagen? Was macht man mit solchen Querulanten? Nette Abfindung, dann ab in eine Beschäftigungsgesellschaft. Und um nach diesem einen Betriebsrat und allen, die nach ihm kommen, so lange mit Geld zu werfen, bis sie sich freiwillig trollen, da wären die schwarzen Kassen bestimmt zupaß gekommen... Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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