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10:43 Donnerstag, 30. August 2007
Der Drogeriemarkt dm wil in NRW demnächst auch Medikamente verkaufen. Ermöglicht hat das ein Gerichtsentscheid.
Nur: Beratung is nich, aber das wäre ja nicht sooo schlimm. Aber, und das ist der Knüller deutscher Gründlichkeit: bezahlen darf man die Medikamente nicht an der Kasse! Nach und nach bundesweit will die Drogeriemarkt-Kette dm apothekenpflichtige Medikamente in ihren Filialen verkaufen. Möglich wurde das erst durch ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster (Az.: 13 A 1314/06). "Das Vertriebskonzept verstoße weder gegen das Arzneimittel- noch gegen das Apothekenrecht", hatte das Gericht im November 2006 befunden und keine Revision zugelassen. Prinzipiell steckt eine Versandapotheke aus Venlo dahinter und beliefert die Filialen mit den Medikamenten. Jetzt ist es aber so, dass in Deutschland die Apotheker ein Monopol auf persönliche Beratung haben, was man ja verstehen kann, denn wer will die Kassiererin an der dm-Kasse fragen. Aber warum man die Medikamente an der Kasse nicht bezahlen darf, das erschliesst sich mir nicht. Hier ist der Gesetzgeber wohl der Apothekerlobby auf den Leim gegangen. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: dm: Medikamente: ja! , an der Kasse bezahlen: nein! (susimaus)
Es wird Zeit das den Apothekern der gar ausgemacht wird. Die zocken uns alle ab. Meine Beratung bekomme ich vom Arzt dafür brauche ich nicht einen Pseudowissenschaftler wie einen Apotheker der es mir dann aushändigt. Meine Medikamente bestelle ich schon seit Jahren über das Internet - und wenn es das nun in der Drogerie gibt dann ist mir das natürlich lieber. Aber Apotheken sind ja eine wirklich völlig sinnlose Erfindung.
Re: dm: Medikamente: ja! , an der Kasse bezahlen: nein! (xenon)
DM darf die Bestellung nicht "annehmen" aus folgenden Gründen:
a.) Datenschutz - ich will ja nicht dass besagte Kassiererin meine Krankheitsgeschichte an Hand meiner Bestellung nachvollziehen kann. Deswegen ist Pflicht: Anonymisierung der Bestellung...das geht nicht an der Kasse b.) Vertragspartner MUSS ein Apotheker sein - also muss auch bei dem bezahlt werden (das ist die Grauzone im Gesetz). ...letzten endes wäre ich schon dankbar, dass Medikamente, sofern Sie kein Standard-Mittelchen sind, nicht unbedingt von der Kassiererin empfohlen werden, sondern u.U. mit ein zwei begleitenden Worten und einem Verständnis von Wechselwirkungen zwischen beiden (die Apotheker im Versand halten eine Kundenhistorie zwecks Wechselwirkung) begleitet werden...so ganz der Ausverkauf ist auch nix gutes |
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