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09:24 Freitag, 24. August 2007
Daß man Berichterstattung mit Abmahnungen blockiert, ist ja nichts Neues mehr. Auch ARD und ZDF gehen gerne gegen ihnen unliebsame Journalisten oder Medienunternehmen gezielt mit Abmahnungen vor, da ist man längst auf New-Economy-Level angelangt. Doch nun wird die Sprache zensiert!
Nun mag der umgangssprachliche Begriff GEZ-Gebühr ja sprachlich falsch sein, weil das ja Gebühreneinzugszentralengebühr hieße. Rundfunkgebühr ist technisch richtiger, so steht es auch in den entsprechenden Amtsblättern. Die GEZ wird nun allerdings zur Sprachpolizei: Wer zukünftig noch PC-Gebühr, GEZ-Mann oder gar PC-"Wegelagerei-Gebühr" der GEZ sagt oder schreibt, wird abgemahnt, vor Gericht gezerrt und muss zahlen. Nein, nicht GEZ - aber an die GEZ. Und was muß man schreiben, um vor der GEZtapo zu bestehen? Nicht GEZ-Fahnder, sondern Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten! Nicht GEZ-Abmeldung, sondern gesetzlich vorgesehene Abmeldung der angemeldeten zum Empfang bereit gehaltenen Rundfunkgeräte! Nicht GEZ-Brief sondern Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird und schließlich Nicht PC-Gebühr, sondern gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte! (Ja gibt es denn auch ungesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte???) GEZ eigentlich noch?!?!?! Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Nun, die GEZ möchte wohl ... (sempralon)
... das "Amtssprache" wieder zum Teil der allgemeinen Umgangssprache wird, nun, das hätte wiederum eine Rechtschreibreform zur Folge, die Verlage werden sich freuen und die Kultusminister könnten ihre Daseinsberechtigung wieder unter Beweis stellen ...
Ich denke aber eher, das beim Personal diese umgangssprachlichen (unechten/falschen/dekadenten/etc.) Formulierungen schon so massiv Einzug gehalten haben, das die Angestellten diese schon in den internen Rundschreiben verwenden und irgendeinem ist das sauer aufgestoßen ... dieser fand dann eine "Schuldige" und zwar die Site "akademie.de", an dieser muss natürlich ein exempel Statuiert werden, um den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben .
Darum gez doch: (noergler)
Die Gezzisten haben sich an diversen Formulierungen seit Jahrzehnten(!) nicht gestört und stören sich in Wahrheit auch weiterhin nicht daran. Es ging nur darum, mit vorgeschobenem Tinnef den Teil einer Website mundtot zu machen, der ausführlich, kenntnisreich und praxiswirksam den Abwehrkampf von GEZ-Opfern unterstützte.
GEZ abschaffen! Legalize Pot!
Re: Sprachzensur: Ab heute gibt es keine GEZ-Fahnder mehr (GeorgDrahtlos)
Ich liebe diesen
Re: Sprachzensur: Ab heute gibt es keine GEZ-Fahnder mehr (Andreas Skowronek)
Wenn nun alle Körperschaften und Anstalten des öfftl. Rechts darauf bestehen, dass ihre Antragsformulare mit der amtlichen Überschrift erwähnt werden, dürften die Zeitungen dicker und die Nachrichten im Radio und Fernsehen wieder länger werden.
So betrachtet, setzt die GEZ ein Zeichen für "Mehr Wachstum", so dass ihr die Kanzlerin zur Seite springen dürfte, wenn sie nicht ein Problem mit einem falschen Doktor in Landau hätte. Aber das ist jetzt eine andere Geschichte und gehört hier nicht hin. |
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