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13:43 Dienstag, 21. August 2007
Ich hatte die Firma Dell schon gelegentlich am Wickel. Das liegt daran, daß sie mich persönlich mittelbar mehrmals schwer geärgert haben*, so daß mir jeder Dell-affine Boo ein 'innerer Reichsparteitag'** ist. Jetzt ist bei denen anscheinend endgültig das Syndrom des Siemensianischen Kaskadenversagens*** ausgebrochen.
Dell hat ja immer wieder und wieder an seinen Bilanzen gewurschtelt und dann zwischendrin mal paar Leute dezimiert, um seinen Börsenkurs zu stützen. Jetzt ist aber Ende mit Wurschteln. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß die Dell-Bilanzen der letzten vier Jahre nicht korrekt sind - ob einfach nur fehlerhaft oder bösartig gefälscht, dazu will ich mich jetzt mal nicht äußern. Ich traue ihnen alles zu, aber sind die überhaupt in der Lage, Bilanzen sinnvoll zu fälschen, wenn ihnen schon ihre eigentlichen Produkte so böse mißlingen? Und das vier Jahre lang? Auf jeden Fall stimmt es alles nicht. 'Subalterne Manager' sollen es gewesen sein. Nun, subalterne Manager wurden in der letzten Zeit, während des Wurschtelns, schon ausgetauscht, aber wie mit der kaputten Stromversorgung führte das nur zu temporärer Abhilfe. Jetzt sind die Buchprüfer von KPMG darauf gekommen, daß der Firmengründer Michael Dell davon gewußt haben muß, denn der war während der fraglichen Zeit auch teilweise CEO und mußte das mitbekommen. Da hilft auch kein Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel bei den subalternen Managern mehr. Jetzt isser reif. Und ganz Dell womöglich auch, wie schon vorausgesehen. * Es ist nämlich so, daß meine gute Freundin Sally aus Wales ein schlechtes Dell-Notebook hat, das von vornherein mit fehlerhaften Teilen ausgeliefert wurde. Und wenn meine gute Freundin Sally aus Wales rechnerbedingt nicht online zur Verfügung steht, geht mit unserem Online-Schreibprojekt nichts weiter, weil weder Kel noch Sam noch Chips noch Dee noch eines der anderen, eher marginalen Mitglieder unseres schreibenden Netzwerks den gleichen konstant hohen Output bringen wie Sally. Dann wird dem untoten Altägypter langweilig, und er macht sich aktiv auf die Suche nach bösen Firmen, die er bei Boocompany fürchterlich verspotten kann. Und Dell, die Firma, die an der Langeweile schuld ist, wird dann immer besonders gern genommen. ** Meine Großmutter benutzte diesen Ausdruck für 'tiefe, heimliche Genugtuung, gepaart mit Schadenfreude'. Die Herkunft ist so offensichtlich, daß ich mir die Benutzung des griffigen Ausdrucks bislang nicht gestattet habe, und statt dessen 'tiefe, heimliche Genugtuung, gepaart mit Schadenfreude' gesagt habe. Aber seit neulich Don Alphonso den Ausdruck verwendete, habe ich beschlossen, ich darf das auch. Disclosure: Meine Großmutter war in ihrer Jugend einmal beim Dorf-BDM im Dorfe K. Danach ist sie nicht mehr hingegangen, weil sie es schrecklich langweilig gefunden hatte.- *** Das Versagen bei Siemens selber hat jetzt schon derartig kaskadiert, daß ich noch ein bißchen brauche, bis ich all die blöden Dinge, die sie während meiner Abwesenheit angestellt haben, zu einem schönen Boo versammelt und aufgeschrieben kriege. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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