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13:19 Donnerstag, 26. Juli 2007
Daß der BenQ Mobile-Insolvenzverwalter Martin Prager manchmal ganz schön heftig sein kann, hatten wir schon mitgekriegt. Die Staatsanwaltschaft hatte bei ihm auch schon Akten beschlagnahmt, weil der Verdacht bestand, BenQ (ohne Mobile!) habe gegen Ende noch rasch die übriggebliebenen liquiden Mittel heim nach Taiwan geholt.
Da hilft auch keine geradezu sowjetrussische Umbenennungsmanie, BenQ bleibt BenQ. Und so reicht der superheftige Herr Prager, zusätzlich zu den offiziellen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, Schadensersatzklage gegen BenQ in Taiwan ein. Und diese 83 Millionen, im Kontext Peanuts, seien erst der Anfang - laut Prager liegt die Hausnummer bei einer halben Milliarde Euro, und das werde man 'gerichtsfest aufbereiten'. Jetzt können diese Taiwanesen mal zeigen, wie ernst es ihnen mit der Weltwirtschaft ist. Anderswo Gewinne abschöpfen, die gar nicht existieren, und sich dann auf seiner Insel einigeln, wenn die anderen protestieren - das wird so wohl nicht mehr funktionieren. Die Marke ist schon futsch, jetzt zersägt man sich auch noch das letzte bißchen Glaubwürdigkeit. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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