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FAZ Jobkiller der Woche: Deutschland, ein Mindestlohnmärchen
BOO FAZ von ecolot

13:54 Samstag, 30. Juni 2007

Prolog: Es war einmal ein böses Monster namens Mindestlohn, das lebte in den Albträumen der FAZ-Wirtschaftsredakteure und fraß Arbeitsplätze...

Erstes Kapitel: Vor einem Jahr war in Deutschland Fußball-WM, und dieser Tage liest man immer wieder, wie lockerundweltoffen die Deutschen durch diese wunderbare Erfahrung geworden sind. Das schreibt sich schön und liest sich gern und wäre wirklich zum Jauchzen, wenn es nicht vollkommener Unsinn wäre. Was das mit dem Mindestlohn zu tun hat, erklärt ecoblog.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Wird eine Mindestlohn ... (sempralon)
... eingeführt, so kann die CDA ( http://de.wikipedia.org/wiki/Christlich-Demokratische_Arbeitnehmerschaft ) keine Tarife mehr aushandeln, die weit unter den "Ortsüblichen" Tarifverträgen bzw. Löhnen liegen ...
Lebenslüge (porschekiller)
"Schluss: Oder steht hinter der kategorischen Ablehnung von Mindestlöhnen ein ganz anderes Motiv? Zum Beispiel die Vorstellung, dass der gering Qualifizierte als solcher zu jeder Art von Arbeit gezwungen werden muss, weil er andernfalls den ganzen Tag Bier trinkt und zuviel raucht? In diesem Fall mag es die Kollegen ein wenig besänftigen, dass er das künftig wenigstens nur noch zu Hause darf."

Der "gering Qualifizierte" ist per se der Loser. Ob er nun nur noch zuhause sich zukippen darf oder am Büdchen, ist völlig irrelevant.
Wenn ich, wie gerade in der WDR-Dok "Heuschrecken im Wohnzimmer" geschehen, hören muss, daß sich eigentlich Normal-Intelligente Personen über ihren Job eine "In 200 Jahren gibt's uns auch noch"-Lebenslüge ausstellen, um bloß nicht abzukacken gegen den Erzfeind "Kapitalismus" und gegenüber der Vorstellung, man ist oberflächlich "geh-behindert" gegenüber den Großkopferten, stellt sich mir die Frage, warum Teutsche dermassen blöd mit ihrer Zukunft umgehen.

Wir sind so fett in Gedanken und so fertich im Tun, daß wir nicht mehr realisieren, daß unsere "Gutzeit" der 50er, 60er und anfänglicher 70er Jahre nur als Gutdünken der Allierten funktionieren konnte. Wer jetzt noch die Sozial-Mieten der 60er als "Lebensstandard" proklamiert, der ist dermassen hinterwäldlerisch, daß es nur so im Hirngebälk kracht. Zumindest für denkende Demokratie-Verfechter.





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