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19:15 Freitag, 01. Juni 2007
Gewonnen aus dem Speichel der Fledermaus sollte die Arznei bei Schlaganfällen helfen, ist aber so wirkungsvoll wie ein Bondea-Furz. Die Aktie schlug daher heute mit minus 70 % bei 3 Euro auf. Gerade noch hatte man den schnulligen "Gründerpreis 2006" bekommen, auch toll, da Paion bereits im Jahr 2000 gegründet wurde. Doch wer ist "Paion"?
Tja, Leute, da fragt Ihr genau den Richtigen, nämlich Nörgler, den Bildungsprotz. Firmen haben so ein Händchen, wenn sie mit der griechischen Mythologie ihr Glück versuchen. Da gab es den VW-"Phaeton", im Original der Sohn des Sonnengottes, der mit Papis Sonnenwagen eigenmächtig losfuhr, das Ding nicht in der Spur hielt und die Erde verbrannte. Nun also "Paion". Zunächst klingt es wie "Pay on!" als geld- und hirnverbrannte Aufforderung an die Investoren nach den zahlreichen Finanzierungsrunden der Vergangenheit. Paion aber ist der Arzt, welcher den von Herakles verwundeten Gott der Unterwelt, Hades, heilte. Ebenso heilte Paion auf Geheiß des Zeus den im Kampf um Troja durch Athene verwundeten Kriegsgott Ares. Von Paion hat auch die Paeonia, die Pfingstrose ihren Namen, da sie als Arzneipflanze gebraucht wurde. Da Zeus aber ob der Anmaßung der Biotekkies diesmal schwieg, kann das AG-Medikament keine Schlaganfallpatienten heilen. Im Test war es so wirkungsvoll wie die Placebos der Vergleichsgruppe. Im Logo der Paion AG flattert die Fledermaus. Das Ganze kommt etwas batmanmäßig-lächerlich daher, und hat seinen Grund darin, daß es außer diesem Medikament, das keines ist, kein weiteres Paion-Produkt gibt. Die Aktie erholte sich indes leicht, nachdem bekannt wurde, daß man nunmehr eine Wirksubstanz aus dem Speichel von Frau Hinte zu gewinnen hofft. Hierfür müsse die Trägersubstanz nur noch ihre durch Vorgänge der letzten Wochen bedingte Mundtrockenheit überwinden, so ein Unternehmenssprecher. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Biotech, Hossa! - Paion AG im Hades angekommen – Bildung mit Nörgler (noergler)
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