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18:22 Freitag, 01. Juni 2007
Manche Zeitgenossen klagen, es gehe uns Deutschen viel zu gut. Die Lektüre der Wirtschaftspresse in der vergangenen Woche stützt diese These: Die Zeitungen berichteten, dass derzeit ein Drittel der Obst- und Gemüseernte auf den Feldern verfault - ohne dass der dafür verantwortliche Bundesarbeitsminister die verdiente Prügel bezogen hätte.
Dabei ist der Ernteausfall die direkte Folge einer zynischen, fremdenfeindlichen und realitätsfernen Politik. Wir erinnern uns: Vor zwei Jahren brachte Franz Müntefering auf dem Höhepunkt der Hartz-4-Populismuswelle das so genannte "Eckpunktepapier" auf den Weg... Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Jobkiller der Woche: Müntes Missernte (oas)
Ich glaube im Prolo7 gab es vor einigen Wochen eine liebliche Sendung wg. Sozialschmarotzer zur Sau machen, die ging, schien es, nicht zur vollen Zufriedenheit der Auftragsmacher aus: In einer Berliner Platte wurden die Erdgeschossbewohner, alle dem Faulen-Sack-Bild der Deinungsmache entsprechend, befragt und im 1. Stock die dort wohnenden braven Pollacken, die für 7€ die Stunde auf dem Bau malochen. Ein polnischer Bauarbeiter sang das gewünschte Lied des braven Arbeitsmanns, der über die faulen Säcke im Erdgeschos herzog und ein Erdgeschossbewohner meinte, wenn er sich mit 7€ Stundenlohn hierzulande ein Einfamilienhaus bauen könnte, wer weiss - glatt würde er arbeiten. In der frühmorgendlichen Wiederholung der Sendung fehlte dieser Währungsgefälle-Einwand.
oas
Re: Jobkiller der Woche: Müntes Missernte (derherold)
Ja - und nein !
Es ist natürlich wohlfeil über diese fremdenfeindliche, zynische Politik herzuziehen. Ich halte es für ein Unding, daß man Menschen 2. Klasse, sog. "Pole", identifiziert, die doch gefälligst die (Drecks-)Arbeit zu machen hätten, zu der man "Deutsche" nicht bekommt. Wenn die "Ernte verfault", dann sollen die Plantagen ... äh ... Felderbesitzer gefälligst den Arbeitslohn heraufsetzen... das wäre auch im Sinne von Oskar L. ;) |
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