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14:12 Dienstag, 15. Mai 2007
"Pfizer ist über die starke Zunahme von Arzneimittelfälschungen sehr besorgt, da sie Leben und Wohlergehen von Patienten in Europa und anderswo gefährden.", lässt Pfizer heute zum wiederholten Male verlautbaren. Das glauben auch nur Journalisten.
Natürlich geht es Pfizer auch dieses Mal nicht um das Wohlergehen von Patienten. Hintergrund der seit Monaten andauernden PR-Kampagne rund um gefälschte Arzneimittel ist vielmehr der Versuch der großen Pharmakonzerne, den Medikamentenmarkt in Europa und das Preisniveau noch stärker als bisher zu kontrollieren. Ziel ist zum einen die Ausschaltung des Apotheken-Großhandels, zum anderen die Verhinderung von Re- und Parallelimporten. Mit auf der Welle surft die Apothekerlobby, die in der Angst vor Medikamentenfälschungen eine Möglichkeit sieht, ihre Pfründe gegen Internetapotheken zu verteidigen. Tatsächlich verzeichnete das Bundeskriminalamt in den vergangenen 10 Jahren gerade einmal 27 Fälle von Medikamentenfälschungen mit Bezug zu Deutschland. Die Vertriebswege in Deutschland gelten als weitgehend sicher. Mehr über die Hintergründe der Kampagne bei Strappato unter diesem Link. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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