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MRT Media Rights Technologies MRT: Eine merkwürdige Form der PR
BOO MRT Media Rights Technologies von sethos

10:42 Dienstag, 15. Mai 2007

MRT Media Rights Technologies? Nie gehört? MRT bedeutete doch Magentresonanztomograph - zumindest das letzt Mal als ich mit sowas zu tun hatte, weil eine gewisse kleine Lady mit einem verknacksten Knöchel in sowas einfahren mußte. Nun, bei Microsoft, Apple, Real Networks etc. dachten bis jetzt auch, das sei ein medizisches Gerät. Können sie auch weiter denken - MRT The Other One ist eine unbedeutende Klitsche.

Genau genommen handelt es sich um eine kalifornische Klitsche, die ein System für Digital Rights Management herstellt (auch bekannt als 'fieser Kopierschutz'), das keiner haben will.

Jetzt hat diese Klitsche Abmahnungen (bzw. das Ammi-Äquivalent derselben; das kostet noch nicht gleich Geld, wie bei uns, wenn man nur der Forderung nachkommt) an einige Branchengrößen geschickt, die jedes Jahr einen Riesenumsatz mit copyrightgeschützter und DRM-verschlüsselter Musik machen. Diese Abmahnung beschuldigt die Firmen der Copyrightverletzung und des Verstoßes gegen den berüchtigten Digital Millennium Copyright Act (auch bekannt als 'Freibrief für die RIAA, ihre Kunden zu schikanieren').

Weshalb? Ohh, behaupten die, sie hätten das DRM erfunden, und die anderen hätten es nur nachgemacht? Das Geschäftsmodell hatten wir doch schon mal* - behaupte, du hast etwas zuerst erfunden, und verklage den Großen, der jetzt damit großes Geld verdient. Das bringt bekanntlich nichts.

Nein, die Firma MRT ist da schon etwas raffitückischer. Der DMCA verpflichtet nämlich die Anbieter, dafür zu sorgen, daß ein Kopierschutz nicht geknackt werden könne. Und dagegen verstoßen alle diese Firmen, implizit, weil sie nicht das DRM-System der Firma MRT einsetzen würden. Denn nur MRT habe ein wirklich völlig total unknackbares DRM-System.

Nein, ich glaube nicht, daß das einer ernsthaften Geschäftsanbahnung dient. Das dient auch nicht der legalen Erpressung, weil diese großen Firmen lieber schnell Peanuts zahlen würden, als lange Anwälte zu beschäftigen. Das dient lediglich dazu, den Namen MRT in die Presse zu bekommen. Ich möchte nicht wissen, auf welcher Substanz die PR-Fuzzies bei MRT waren, als sie sich das ausgedacht haben; ich kann mir nur vorstellen, es war spät in der Nacht, und sie haben viel dabei gekichert. Vielleicht waren es auch keine PR-Fuzzies, vielleicht war es auch der Chef selbst. Vielleicht gibt es ja nur den Chef, dessen Name jetzt auch durch die Presse geht? Das würde erklären, warum diese Idee am nächsten Morgen niemand gestoppt hat.

Nein, ich glaube, die Firma MRT brauche ich mir nicht zu merken. Ich merke mir lieber weiterhin, daß MRT 'Magnetresonanztomographie' bedeutet. Das ist eine hervorragende Technik zur 3D-Durchleuchtung organischer Substanzen, mit deren Hilfe nicht nur festgestellt wurde, daß eine gewisse kleine Lady, Tochter einer mir bekannten Sphinx, sich den Knöchel beim Trampolinspringen nur gestaucht, nicht angebrochen, hatte, so daß sie ohne den vorsichtshalber angeordneten Gips zu ihrer eigenen Einschulung gehen konnte. Nein, ein MRT ist auch ein sehr nützliches Gerät zur zerstörungsfreien 3D-Erforschung von Mumien, die seither nicht mehr ausgewickelt werden müssen, um Erkenntnisse zu erlangen - MRT und kleine Lasersonde zur Probenentnahme langen völlig aus. Das bedeutet auch, daß die armen Kollegen nicht mehr nackt und ausgetrocknet zur Belustigung des Publikums in Glaskästen enden, und so etwas findet doch ein untoter Altägypter immer sehr lobenswert.

Das ist ein MRT. Und nicht diese Kiff-Klitsche aus Kalifornien.


*Leider kein Link - der Boo ist von meinem Sentinel-Profil schon runtergescrollt, aber es war eine Firma, die Microsoft verklagte, weil sie irgendetwas Strunzbanales angeblich zuerst erfunden hätten.





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