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16:36 Montag, 14. Mai 2007
gekauft für 36Mrd - verkauft für nichtmal 7Mrd... Es ist soweit, der "Deal" ist amtlich - Daimler-Chrysler trennt sich von 80,1% der Chrysler-Aktien für den üppigen^^ Preis von 5,5Mrd$ - dummerweise ist das gerade mal rund 20% von dem was mal dafür bezahlt wurde... (Währungsentwicklungen mal aussen vor gelassen)
Nach Abzug dessen, was in der dann nur noch zu knapp 20% Daimler gehörenden Chrysler stecken bleibt an Geld, werden aus den 5,5Mrd sogar -0,5Mrd... Allerdings ist dieses Geld ja NOCH nicht weg - da muss man sich halt noch ein wenig anstrengen:) Dann bin ich mal gespannt wann der Vorstand bei der Belegschaft anklopft, es müsse für weniger Geld länger gearbeitet werden um den Konzern zu sanieren - oder war das jetzt eine andere Firma?*G Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Daimler, gemach! (Tomahawk)
Die unbedarften Herren Reuter und Schrempp durften, ungebremst durch einen deutschlandweit üblicherweise schlafenden Vorstand, ihren Größenwahn ausleben, dessen Blutspuren sich noch eine Weile durch den Konzern ziehen werden.
Doch gemach: kein Grund für hysterische Befürchtungen. Der Konzern entledigt sich halt unter Schmerzen seiner leprösen Gliedmaßen: endlich, hat eh lang genug gebraucht. Die Annahme, Daimlers Arbeitnehmer müsse das ausbaden, ist nicht mehr als ein pawloschscher Reflex. Bleib ganz gelassen und schau Dir an, was in den nächsten Monaten passiert. Auch ein Schuster, der nach Ausflügen zu Nuttenstiefeln zu seinem Leisten zurückkehrt, ist nett zu seinem Gesellen, dessen Nadel die Klitsche am Leben hielt, während der Meister geistig verwirrt war.
Re: Das Geld ist nicht weg - es haben nur andere... Chrysler wird verramscht (moreboos)
> dummerweise ist das gerade mal rund 20% von dem was mal dafür bezahlt wurde
Und wahrscheinlich 50% mehr, als Chrysler derzeit überhaupt noch wert ist...
Re: Re: Das Geld ist nicht weg - es haben nur andere... Chrysler wird verramscht (Lord Sinclair)
Jeder Depp (um es mal so salopp zu formulieren) wusste, dass Chrysler schon immer das "kranke Hinkele" (schwäbisch) der US-Autobauer war.
Was wurde da - bereits lang vor dem von Daimler erworbenen "Schnäppchen" - bereits rumsaniert. Wer erinnert sich noch an den harten Sanierer Iacocca? Die haben seinerzeit einen Dummen gesucht und mit Schrempp auch einen gefunden, der seine größenwahnsinnige Idee von der "Welt AG" damit realisiert hat. Was kostete nun die Welt?
Re: Chrysler vs. Schrempp (Tomahawk)
D'accord, Lord.
Auf der Suche nach einem Blöden haben die maroden Chryslers halt den Jürgen Schrempp aufgespürt, der ihnen ins offene Messer lief. So einen Glücksfall wird eine halbtote Firma nicht alle Tage erleben. Dass seine Zeit "beim Daimler" sich dem Ende zuneigte, wusste der begnadete Konzernlenker schon mindestens ein Jahr bevor ihm das Getriebe um die Ohren flog: Vor zwei Jahren weilte ich für ein paar Tage in der Irmgardstraße, München-Solln, wo das Haus eines ehemals gefeierten, jetzt aber insolventen Pop-Producers von Grund auf saniert wurde. "Des hat der Schrempp si' 'kauft", sagte ein langjähriger Nachbar des Anwesens. "Oba wiaso? Der hat doch sein' Job in Stuttgart. Oder was beißt mi?" Wo er jetzt residiert, der Schrempp? Genau dort.
Re: Chrysler vs. Schrempp (Tomahawk)
D'accord, Lord.
Auf der Suche nach einem Blöden haben die maroden Chryslers halt den Jürgen Schrempp aufgespürt, der ihnen ins offene Messer lief. So einen Glücksfall wird eine halbtote Firma nicht alle Tage erleben. Dass seine Zeit "beim Daimler" sich dem Ende zuneigte, wusste der begnadete Konzernlenker schon mindestens ein Jahr bevor ihm das Getriebe um die Ohren flog: Vor zwei Jahren weilte ich für ein paar Tage in der Irmgardstraße, München-Solln, wo das Haus eines ehemals gefeierten, jetzt aber insolventen Pop-Producers von Grund auf saniert wurde. "Des hat der Schrempp si' 'kauft", sagte ein langjähriger Nachbar des Anwesens. "Oba wiaso? Der hat doch sein' Job in Stuttgart. Oder was beißt mi?" Wo er jetzt residiert, der Schrempp? Genau dort.
Re: Re: Chrysler vs. Schrempp. Sorry! (Tomahawk)
Tut mir leid; war nicht so gemeint. Der erste Klick hat's nicht gebracht, und der zweite brachte das Ding zweimal ins Bild.
Einmal genügt!
Re: Re: Chrysler wird verramscht. Ja, stimmt! Aber ... (Tomahawk)
... die Schulden und gegenwärtigen wie zukünftigen Belastungen durch die Chrysler-Pensionskasse sind ebenfalls weg. (O.K., nicht weg, sondern im Cerberus-Rucksack gelandet.)
Diese Kostern sind kein abendfüllendes Thema, falls Chrysler wieder auf die Beine kommt -- aber ein Fass ohne Boden, falls nicht. Und da eine Chrysler-Renaissance nur nach einer rabiaten Modernisierung der Modellpalette (sprich: nach Milliarden-Investitionen) möglich ist, hat sich Daimler IMHO mit einem blauen Auge vom Acker gemacht. Um in Ruhe Wunden zu lecken, in schwäbischen Kirchen beichten zu gehen, das eh nie beherrschte Englisch vollends zu verlernen und daheim die Kehrwoche mit Reisbesen zu erfüllen, was Hirn- und Manpower für die Renovierung der nach wie vor nicht zu unterschätzenden Kernkompetenz freisetzen wird.
Re: Re: Re: Chrysler wird verramscht. Ja, stimmt! Aber ... (Lord Sinclair)
Ich stimme ja zu: Es war eine goldrichtige Entscheidung, den Schlussstrich jetzt zu ziehen und den Klotz am Bein Chrysler abzustoßen.
Was ich kritisiere, ist die damalige Entscheidung, das "kranke Hinkele" Chrysler überhaupt ins Boot zu holen im Irrglauben, dort mal Profit zu erzielen. Allein für diese Fehleinschätzung sollte man von Schrempp die ihm als Abfindung zu Füßen gelegten Millionen wieder wegnehmen....
Re: Millionen wegnehmen? (Tomahawk)
Hast recht, Lord: Warum nicht?
Schrempps Vertrag und die bundesdeutsche Unternehmenslandschaft werden das aber nicht hergeben.
Re: Re: Millionen wegnehmen? (klaus0155)
..stimmt, schon alleine deshalb, weil Schrempp seinerzeit ohne Abfindung gegangen ist....
Re: Re: Re: Millionen wegnehmen? (sirturbo)
Hmm - ich gehe aber ohne Nachzuschauen schon davon aus daß er ein paar Milliönchen für "Erfolg" bekommen hat?
Re: Das Geld ist nicht weg - es haben nur andere... Chrysler wird verramscht (derherold)
ZAHLEN tun zunächst die Aktionäre - und bei Reuters und Schrempps Giga-Visionen haben doch auch ein paar Politiker, Banker, Journalisten mitgestrickt.... einmal sich mit Rotwein an der Spanischen Treppe "richtig die Kante geben", dürfte wohl kaum ausgereicht haben, um nach dem "Integrierten Technologiekonzern" ein zweites Mal als Groß-Investor aufzutreten.
Vllt. könnte jetzt noch jemand an die "Investitionstrategie" von bayrischen Motorenbauern bei *British Elend* erinnern.
Schon lehrreich, (auch-einer)
wie jetzt die ganze jouhurnaille auf einen losdrischt, den sie früher gnadenlos ins gesicht verehrt haben.
die untertürkheimer scheinen noch immer genug flocken zu haben, sich die federn der republik kaufen zu können. |
Mir nach!
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