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BenQ BenQ - Abschied von der Marke
BOO BenQ von sethos

12:19 Donnerstag, 26. April 2007

Umbenennerei ist verabscheuungswürdig. Okay, die Abschaffung von Adolf-Hitler-Straße oder Stalinallee lasse ich gerade noch gelten, aber ansonsten dient es nur der Verwirrung, der Augenwischerei, dem herbeigelogenen Image und dem generellen Chaos. Allein schon über die Straßennamen in St. Petersburg könnte ich Klagegesänge anstimmen. Deshalb sind derartige Pläne bei BenQ nicht dazu geeignet, mein Mitleid zu erwecken.

Eine Marke, die nur mit Schlechtem behaftet ist, will man doch gerne weghaben - siehe Stalinallee. Und in den Boom-Zeiten der New Economy wollte man allzu solide, altbackene Namen weghaben, und so wurde aus der VIAG Interkom (allzu solide mit VIAG, RWE und BT) mal schnell O2 - aussagefrei, traditionslos, aber so dynamisch.

Nun aber BenQ - weshalb benennen die sich um? Nun, genausgenommen haben sie sich schon früher umbenannt, als sie aus dem bloßen Hardwaregeschäft als Acer heraus zu expandieren versuchten. Jetzt jedoch habe sich die Etablierung der Marke nicht gerechnet, man kehre zurück zum Kerngeschäft der Auftragfertigung, und da ist die Marke BenQ nur im Weg - das waren doch die, die die Siemens-Mobilfunksparte an die Wand gefahren haben und damit das Ende von Siemens eingeläutet haben, oder? Nein, viel lieber ordert man doch seine LCDs oder Beamer bei der gesichtslos-asiatischen Jia Dia Corporation...

Das haben sie nun davon, daß sie in München lila Fahnen rausgehängt haben. Jetzt können sie ihre komplette lila Marke abschreiben.-





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