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12:19 Dienstag, 17. April 2007
Hach, das war ja wie in NE-Zeiten: Noch im September 2006 hat das seit 1993 bestehende Systemhaus F1 network eine neue Filiale in Münster errichtet. Die F1er hofften, so allmählich eines der größeren unter den mittelständischen Systemhäusern Nordwestdeutschlands zu werden. Erst 2004 war die F1 innovate GmbH als spezialisierter Lösungsanbieter für die Bereiche Finanzmanagement, ERP/PPS und Dokumentenmanagement gegründet worden.
Auf der Homepage sind folgende schöne Slogans zu lesen: "F1 hilft Ganz gleich, ob Hardware oder Software - über Informationstechnologie müssen Sie nur soviel wissen, wie Sie wollen. Für alles andere gibt es F1-network. Damit Sie entspannt mit Ihrer IT arbeiten können. F1 hört zu Von Anfang an nehmen wir uns viel Zeit für Sie. In ausführlichen Gesprächen mit Ihnen finden wir gemeinsam heraus, was Sie brauchen. Das spart Nerven und macht Ihre Investitionen sicher - bei Hardware und Software. F1 schafft Sicherheit Nach Ihren Bedürfnissen schnüren wir Ihr Rundum-Sorglos-Paket. Da ist alles drin, was die Arbeit mit Ihrer IT leicht und sicher macht. F1 ist geballte Kompetenz Rund 50 hoch qualifizierte Mitarbeiter engagieren sich bei F1-network für ein Ziel: Ihr entspanntes und effizientes arbeiten mit Ihrer IT. Ganz gleich, ob es sich dabei um unsere zertifizierten Projektmanager, Software- oder Hardware-Spezialisten handelt." Nun ja, tatsächlich gibt es nur noch 35 Mitarbeiter/innen, und für die ist jetzt Schluss: Nachdem im Netz des größten Kunden des Systemhauses, der Osnabrücker Edel-Karosserieschmiede Karmann, Kinderpornos gefunden wurden, entließ Karmann alle tatsächlichen oder vermeintlich User dieser Pornos, stornierte den Vertrag mit F1 und erteilte dem Personal des Systemhauses Hausverbot. Karmann wird von F1 jedoch bis heute als Referenzkunde angegeben. Mittlerweile mogelt sich ein Teil der Geschäftsführung eine neue Firma zusammen, während man einem Teil der Belegschaft, darunter einer Schwerbehinderten, kündigte. Die Geschassten prozessierten jedoch erfolgreich gegen F1 und erreichten teils Wiedereinstellungen, die ihnen jetzt nichts mehr nützen, teils hohe Abfindungen. CEO Björn Wöstmann fällt zu all diesen Vorgängen so gar nix ein. Und ich als menschlich hochanständige, feministisch inspirierte, jede Art Sozialsauerei zutiefst verabscheuende, aber mir beim Niedergang der Konkurrenz gerne auch die Hände reibende Systemhausschlampe entkorke jetzt eine Flasche 666er Geiersberg und spreche einen Toast aus auf die Restbelegschaft, der ich ein möglichst zügiges Durchsetzen der Ansprüche im Insolvenzverfahren wünsche. Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen) |
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