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Amerikas Waffenindustrie Industriewachstum dank Amokläufe
BOO Amerikas Waffenindustrie von homer

11:24 Donnerstag, 19. April 2007

Es hört sich wie ein schlechter Witz an, aber es scheint Realität zu sein. In dieser Woche schoss ein junger Mann in der Technischen Universität in Blacksburg um sich und brachte spaßeshalber um die 30 Menschen um. Anstatt nun die Toten zu betrauern und vielleicht über die Ursachen nachzudenken, bekämpft man wie üblich nur die Symptome.

Ich zitiere Larry Pratt aus dem Focus: „Sämtliche Schießereien an Schulen, die in den vergangenen zehn Jahren vereitelt werden konnten, wurden nur deshalb gestoppt weil eines der potenziellen Opfer eine Waffe besaß.“ Summa sumarum müssten allen Studenten und Professoren erlaubt werden, Waffen zu tragen.
Folglicherweise würde die Waffenindustrie Amerikas an dem Amoklauf der über 30 Menschen das Leben kostete am meisten profitieren. Darum kam ich auch zu diesem Titel: Ein Amoklauf würde demnach ein Wettrüsten der Bevölkerung nachziehen, welcher der Waffenindustrie einen Boom liefern würde. Ein kalter Krieg des kleinen Mannes sozusagen.
Dies ist absolut menschenverachtet. Denn wer Waffen trägt, kommt viel leichter in Versuchung seine Probleme mittels Waffengewalt zu lösen.

Und so kann man nur hoffen das die Waffengegner in Amerika eine richtigen deftigen Streit mit der Waffenindustrie anzuzetteln und am Ende dieses Streites kein Hinweis der Form "Vorsicht Waffen können tödlich sein" auf jeder Waffe klebt.





Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Industriewachstum dank Amokläufe (lanu)
ich bin mir nicht sicher, ob der dritte satz wirklich so gemeint war, wie er da steht. eine nachfrage beim autor blieb unbeantwortet. vielleicht klärt sich das ja nach der veröffentlichung.
Re: Industriewachstum dank Amokläufe (diamantspeerspitze)
Es hilft nichts, aus unserer kulturellen Warte über das in den USA tief verwurzelte Recht auf Waffentragen herzuziehen.

Ich kenne noch aus dem Studium eine Reihe durchaus aufgeklärter und heller US-Köpfe, die zum einen das Recht auf Waffen tragen als Freiheitsrecht erhalten wollen, weil sie niemandem die Freiheit wegnehmen möchten, dies selber entscheiden zu können. Die aber zum anderen sich kopfschüttelnd über die strikte Weigerung der Deutschen wundern, auf den Autobahnen kein Tempolimit zuzulassen, wobei es doch klare verkehrs- und sicherheitstechnische Gründe für ein Tempolimit gbt.

Andere Länder, andere Sitten! Ich finde die NRA auch zum Kotzen und will sowas HIER nicht haben. Aber ich kann mich nicht so einfach als Moralapostel generieren, wenn es hierzulande mindestens ebenso viele "blinde Flecken" gibt, an denen niemand rühren möchte.
Re: Re: Industriewachstum dank Amokläufe (redsector)
Warum sollten wir nicht als Moralapostel auftreten?
Die Amis machen das auch in aller Welt, ob erwünscht oder nicht. Die verheerenden Folgen davon können wir jeden Abend im TV sehen.
Warum wir nicht als Moralapostel auftreten sollen (sethos)
Beim Auftritt als Moralapostel kriegt man einen Muskelkater im Zeigefinger, vom Erheben. Wer das dauernd macht, riskiert dann auch vom Zeigefingerwedeln noch eine Sehnenscheidenentzündung.

Nein, ich persönlich bin lieber Zweckpessimist. Angenehm enttäuscht werde ich immer gerne...
Re: Re: Re: Industriewachstum dank Amokläufe (diamantspeerspitze)
Ach, nur weil es andere machen, ist es nur recht und billig es ebenso zu machen? Zudem solltest Du Dir abgewöhnen mit dumpfen Verallgemeinerungen a la "die Amis" um Dich zu werfen. Danke!
Entschuldigung (redsector)
Ich meinte natürlich nur den US Präsidenten, die Soldaten die (wenn auch nicht freiwillig) die Moral des US Präsidenten, bzw. der Politiker dort (oder eben nur mancher aber eben mächtiger Politiker dort) durchsetzen, und gewisse Teile der Bevölkerung in den USA die diese Politik gewählt haben und unterstützen.
Uff... ich hoffe nun die Verallgemeinerung aus der Welt geschafft zuhaben...
Meine Mission (Milchfrau)
Ohne jetzt allzu moralisch werden zu wollen:
Spätestens seit dem 2. Irakkrieg denke ich darüber nach was für eine missionarische Verantwortung ein jeder hat und wie er diese durchsetzen sollte. Leider bin ich mit meinen Gedanken dazu noch nicht fertig.
Eines denke ich aber jetzt schon zu wissen: Den mündlichen Zeigefinger zu erheben ist allemal besser und wichtiger als alles plattzutreten oder nichts zusagen.
Entschuldigt die Verspätung. Ich habe zu spät in die Mail-Box geschaut (homer)
Natürlich sollte es heißen: Anstatt nun die Toten zu betrauern und vielleicht über die Ursachen nachzudenken, bekämpft man wie üblich nur die Symptome.
Re: Industriewachstum dank Amokläufe (kimmerin)
> Summa sumarum müssten allen Studenten und Professoren erlaubt werden, Waffen zu tragen.

Eine ähnliche Forderung hatte mal mein Fahrlehrer. Allen Autofahrern sollte das Tragen und Benutzen von Waffen erlaubt werden. Dann nehme man zwei Wochen Urlaub in Farfaraway und erfreue sich anschliessend an erfrischend freien Straßen.
Erinnert spontan an "Lord of War"... (A_Friend)
"Es gibt über 550 Millionen Schusswaffen auf der Welt. Das bedeutet, daß jeder zwölfte Mensch auf der Welt eine Waffe besitzt. Die Frage ist nur: 'Wie bewaffnet man die anderen elf?'"




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