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22:49 Mittwoch, 11. April 2007
Eigentlich hätte der Zoo Berlin das gar nicht nötig. Denn Dank einem kleinen Eisbären schreibt derzeit kein Journalist etwas Negatives über den Tierpark. Trotzdem gibt es im Pressebereich der Website des Zoos recht eigenartige Geschäftsbedingungen, wenn man das Material dort nutzen will.
Denn Zugang zum Pressebereich des Berliner Zoos im Internet erhalten nur Journalisten, die sich verpflichten, die dort zur Verfügung gestellten "Materialien nicht für Darstellungen zu verwenden oder zu überlassen, die die Zoologischer Garten Berlin AG oder ihre Mitarbeiter in einem ungünstigen Licht erscheinen lassen". Gegen diese Knebelformulierung protestiert nun der Deutsche Journalistenverband (DJV) und fordert von der mit Steuergeldern subventionierten Einrichtung, die Nutzungsvereinbarung für den Pressebereich seines Internetauftritts umgehend zu ändern. "Der Berliner Zoo hat nicht das Recht, in die Freiheit der Berichterstattung einzugreifen", kritisiert der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Gerade vor dem Hintergrund der internationalen Sympathiewelle für das Eisbärbaby Knut seien "Knebelverträge für Journalisten nicht nachvollziehbar." Kommentare: (Neuer Kommentar | Alle öffnen)
Re: Trotz Knut-Hype werden Journalisten geknebelt (gn8)
Tja, früher hatte der Journalistenverband mal zu tun, da hat er Rabattverträge ausgehandelt. Heute haben die Zeit unwirksame Bedingungen auf Websites zu lesen, tststs, halten die ihre Mitglieder wirklich für so dämlich sich davon beeinflussen zu lassen? Aufschlussreich.
Re: Re: Trotz Knut-Hype werden Journalisten geknebelt (strappato)
Vielleicht ist ja gerade der Journalistenrabatt für die Jahreskarte gestrichen worden.
Journalisten, wehrt Euch doch einfach... (Schleiereule)
Aber Hallo, so wie ich sehe, ist "Knut" eine glatte Verletzung der schon länger in Funk/Fernsehen/Kino präsenten Wort-/Bildmarke "Lars" - der kleine Eisbär. Ich würde nun argumentieren, diese "Knutitis" sei ein plagiatorischer Versuch, den Bekanntheitsgrad einer Merchandising-Lokomotive trittbrettfahrend auszubeuten. Peng.
Mann, ich traue mich nicht mal mehr zu "knut"schen, so geht mir das auf den Gong. Kommt bitte nicht auf die Idee, ein eventuelles schnuckliges Bärenbaby "Popp" zu nennen :) |
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