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PRO DV Software AG, Dortmund Sofort-Explosion verhindert, schleichende Auflösung eingeleitet: PRO DV AG
INSIDER PRO DV Software AG, Dortmund von porschekiller

08:26 Mittwoch, 04. April 2007

Ich hatte vor einem Jahr vor einem großen Knall gewarnt, aber die ScheinHeiligen bei PRO DV haben wohl Glück gehabt und den Seuchentod auf 2007 verschoben.
Letztes Jahr im Spätsommer wurde gejubelt, daß man weiteren Einschlägen mit einem Bundes-Rahmenvertrag ausweichen konnte. Schöne Idee: Man erfindet eine Software, die den Katastrophenschutz bundesweit einheitlich überwacht und regelt.

Diese bundesweiten Software-Lösungen für Verwaltungen haben allerdings ein Problem: Wenn's schiefgeht, knallt das so richtig ins Eigenkapital (weswegen schweizer Maut-Anbieter hier nicht zum Zuge kamen, z.B.). Was leider seit Gründung halbiert wurde und durch den "stabilen" Kursverfall nicht annähernd erklärbaren Vertrauensverlust der Aktionäre als "Schwachmaten-Aktie" gekennzeichnet wurde.

Nun, seit letztem Freitag werden betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Es betrifft zunächst die komplette QS-Abteilung plus einige Loser aus anderen Verlustbringer-Divisions. Insgesamt ca. 15 Mitarbeiter, allesamt Vollzeit und vom "Betriebsrat" ohne Sozialplan abgenickt. Der fast 5 Mio. Euronen schwere Verwaltungs-Overhead wird bei einem Jahresumsatz von ca. 14 Mio. und einem EBIT von fast einer mille Minus(!) sträflich unangetastet gelassen.

Wir haben ja auch besseres zu tun, als uns um Performance zu kümmern, wenn wir der Presse immer noch vorlügen können, daß eGoverment-Projekte der Hype sind, ohne daß wir Rücklagen für ca. 15 Jahre ohne Umsätze aus diesem Bereich auflösen müssen. Nach einem dreiviertelJahr ist nur Hamburg als Stadtstaat kundenmässig interessiert. Ohne die Beteiligung aller Bundesländer ist PRO DV's Software Schrott, denn sie amortisiert sich nur dann für jedes Bundesland, wenn die Anderen mitmachen.

Nach der irrationalen Aufkäufer-Tour div. unbekannter und unterbelichterten Kleinstbuden zwecks Portal-Schaffung und Kern-Kompetenz-Ausrichtung auf schwerstes Unternehmer-Gelände aka Länder-Verwaltung erwarte ich bei dieser Kapital-Ausstattung die Insolvenz spätestens im Juni dieses Jahres.





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