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BenQ ex-BenQ läßt nichts aus - Verträge mit Siemens beschlagnahmt
BOO BenQ von sethos

18:51 Freitag, 23. März 2007

Nein, ich glaube, mit meiner Entschlossenheit, Siemens- und BenQ-Themen wegen allzu großer Vorhersehbarkeit und Wiederholungsrate zu meiden, wird es nichts mehr. Gestern dachten wir noch, Prager hat dem Rest der Welt bereits die ganze Wahrheit erzählt; heute sind wir schon eine Schritt weiter.

Der gute Mann hatte nämlich schon Anfang März selber Besuch von der Staatsanwaltschaft. Nein, ihm selber wird nichts vorgeworfen, ganz im Gegenteil. Die Staatsmacht wollte nur sehen, ob im Rahmen der Insolvenz irgendwelche Gelder irgendwohin geflossen sind, wo sie nichts zu suchen hatten.

Und das passierte nicht nur im Rahmen des allgemeinen Siemens-Generalverdachts, so unter der Überschrift 'cosi fan tutti'. Eine halbe Milliarde, so behauptet Prager, hat BenQ nach Taiwan heimgeholt, bevor sie die Siemens-Handysparte dann haben fallen lassen wie eine heiße Gammelkartoffel. Das Geld will er ihnen nun wieder rausleiern. Wir wünschen Ihnen viel Glück dabei, Herr Prager! Daumenschrauben gibts bestimmt irgendwo im Bahnhofviertel.

Vielleicht bin ich zynisch, aber ich glaube nicht, daß es eine Chance gibt, Geld aus Taiwan wiederzukriegen. Von einer ehrlichen Klage kommen die Jobs auch nicht wieder, und der Schulungsdienstleister nicht an seine verlorenen 13.000 Eisen. Wenn die BenQ-Manager selber Angst um ihren Besitz haben müßten, vielleicht. Man sollte dann doch mal Mafia-Methoden in die allgemeine Wirtschaft einführen; beim sizilianischen oder New Yorker Mafia-Don wäre das alles nicht passiert...





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