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BenQ BenQ wird gefleddert
BOO BenQ von sethos

10:54 Donnerstag, 22. März 2007

BenQ kann man eigentlich nicht mehr booen - die sind tot. Aus der ex-Handysparte von Siemens wird auch niiiiie wieder auch nur ein Zombie. Aber jetzt versammelten sich in München einige sehr bedripste Geier, die mal dachten, sie seien Adler und Falken, und warten geduldig auf ihre drei Fetzen vergammelndes Aas pro Nase. Heise hat die übelriechenden Details.

Wirklich, nur der Vollständigkeit halber gehört der Bericht hier nochmal eingelinkt. Und wegen der traurigen kleinen Details, die die Reporterin zu berichten weiß - die hat sich echt Mühe gegeben und vor Ort mit Leuten geredet.*

Da gibt es zum Beispiel den Schulungsanbieter, der auf einer Rechnung für 13.000 Eisen hocken bleibt - je nach Größe des Betriebs kann sowas schon wehtun. Oder der ehemalige Mitarbeiter, ganz am Ende, der immer noch die neoliberale Propaganda glaubt, die ihn seine Existenz gekostet hat - man sei halt nicht gut genug gewesen und habe verloren, so sei der Markt. Das ist traurig. Alles richtig traurig, wie die Nichten und Enkeltöchter, die nach der Beerdigung um das Schmuckkästchen der Omma sitzen und den Inhalt aufteilen - lieber würde man das jetzt nicht machen, aber es ist nun mal da und muß irgendwie weg.

An der Keksdose am Ostbahnhof, in der ich im Herbst und Winter das Ausgehen der Lichter beobachtet habe, sind jetzt auch die Firmenschilder sauber abmontiert. Kleine Umzugswägen bringen Zeugs weg. Die schönen Büros vorne im Glasturm sind schon ganz leer. Das einzige, was da drin noch lebt, sind die Kolonnen von Grünpflanzen, die sich in den (automatisch beleuchteten) Fluren versammelt haben und dort von einer mitleidigen Seele anscheinend noch gegossen werden. Fast wäre es verlockend, da einfach reinzumarschieren und ein paar Gummibäume und Fici zu befreien...


*Weshalb sie auch den Titel 'Reporterin' verdient, so wie diese Gestalten aus Büchern und Filmen der 20er bis 50er, die mit Regenmantel, Notizblock und vielleicht noch einer großen, klobigen Kamera herumzogen und wirklich unglaubliche Dinge aufdeckten. Moderne Johurnaille dagegen bleibt am Schreibtisch und schreibt ab, was die Firma vermeldet.





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